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Traumjob gefunden: Mechaniker-Ausbildung ist perfekt für Technikaffine und Tüftler

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Von: Dominik Stallein

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In der Werkstatt: Lorenz Klauber (li.) und Georgios Saridis absolvieren eine Ausbildung zum Industriemechaniker beziehungsweise Zerspanungsmechaniker bei der Firma Weber in Wolfratshausen.
In der Werkstatt: Lorenz Klauber (li.) und Georgios Saridis absolvieren eine Ausbildung zum Industriemechaniker beziehungsweise Zerspanungsmechaniker bei der Firma Weber in Wolfratshausen. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Zwei junge Männer schwärmen von ihrer Mechaniker-Ausbildung bei Weber in Wolfratshausen. Der Beruf birgt viele Herausforderungen - und Zukunftschancen.

Wolfratshausen – Für technische Geräte und große Maschinen konnte sich Lorenz Klauber schon immer begeistern. In seiner Ausbildung kann der 19-Jährige diese Leidenschaft mit einem zweiten Hobby verbinden, das ihm schon lange Freude macht: dem Handwerken. Während seiner Schulzeit schraubte er bei sich zu Hause in Beuerberg an Fahrrädern herum und machte sie wieder fit für den Straßenverkehr. Jetzt bedient er in seinem Beruf die ganz großen Maschinen: Klauber macht eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Firma Weber Schraubautomaten in Wolfratshausen.

Traumjob gefunden: Mechaniker-Ausbildung ist perfekt für Technikaffine und Tüftler

Was ihn und seinen Kollegen Georgios Saridis – der 24-Jährige wird Zerspanungsmechaniker – an ihrer Ausbildung begeistert: Am Ende eines Arbeitstags halten sie ihre Werke in den Händen. Und sie begleiten den ganzen Prozess mit allen Sinnen. „Wir können unsere Arbeit sehen, hören und riechen“, sagt Saridis. Das ist an den Zerspanungsmaschinen, die er bedient, auch nötig. „Es sind zwar wahnsinnig präzise Geräte, aber ich muss sie die ganze Zeit kontrollieren.“

In seinem Alltag dreht, fräst, bohrt oder schleift der 24-Jährige Bauteile an sogenannten CNC-Werkzeugmaschinen mit einer ausgefeilten Steuerungstechnik. Er programmiert sie selbst und richtet sie so ein, dass die Bauteile am Ende auf den tausendstel Millimeter genau zu den Kundenwünschen passen. Aus den einzelnen Bauteilen – „Organe“ nennt sie Saridis im Gespräch – bauen Klauber und seine Kollegen Schraubmaschinen für Unternehmen, den „Körper“, um im Bild zu bleiben. „Vor allem bauen wir Unikatmaschinen“, sagt Klauber. Kaum ein Produkt, dass die Fertigung im Wolfratshauser Gewerbegebiet verlässt, wurde so schon einmal gebaut. Das macht die Arbeit für die beiden jungen Männer besonders spannend: „Man macht immer wieder etwas ganz Neues, da ist viel Abwechslung drin.“

Mechaniker bei Firma Weber: „Schmutzige Hände - sauberes Geld“

Wer in dem Job bestehen möchte, darf keine Angst haben, auch mal zuzupacken. „Die Arbeit ist nichts für Leute, die sich die Hände nicht dreckig machen wollen“, sagt Saridis. Für den Geretsrieder ist das kein Problem: „Schmutzige Hände – sauberes Geld“, hat er schon als Kind öfter gehört und es sich zu Herzen genommen. Kollege Klauber schränkt ein: „Es gehört schon Arbeit dazu, aber der Job ist nicht unmenschlich körperlich.“ Wichtiger als übermäßige Fitness ist in seinen Augen eine andere Voraussetzung: „Wer sich für Technik interessiert, der kann richtig Spaß in dem Job mitnehmen.“ Räumliches Vorstellungsvermögen sei auch wichtig, „ein bisschen Mathe-Verständnis und Naturwissenschaften gehören dazu, auch wenn wir die wichtigsten Sachen natürlich in der Berufsschule auch nochmals durchgehen“. In der Weber-eigenen Ausbildungswerkstatt lernen die angehenden Mechaniker die Arbeitsschritte kennen. Saridis: „Wir können viel ausprobieren, aber dürfen auch schon früh in die richtige Fertigung einsteigen.“

Die Jobs von Saridis und Klauber sind, da sind sie sich sicher, „Berufe mit Zukunft – vor allem, weil man sich, wenn man das möchte, auf Fachrichtungen spezialisieren kann und trotzdem eine breit gefächerte Ausbildung bekommt“, sagt der 24-Jährige.

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