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Betrugsfälle sofort melden: Dies empfiehlt die Polizei.

Neueste Betrugsmasche

Der Trick mit der Rufnummer 110

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Polizeipräsidium Oberbayern warnt vor Telefonbetrügern, die sich das Vertrauen der Bürger in die Polizei zunutze machen. Die Masche ist stets die gleiche: Das Telefon des potenziellen Opfers klingelt. Auf dem Display steht die „110“, so dass der Angerufene damit rechnet, die Polizei am anderen Ende der Leitung zu haben.

Der vermeintliche Uniformierte teilt mit, dass sich das Opfer in Gefahr befände. Sein Name sei samt Kontonummer auf einer Liste aufgetaucht, die bei festgenommenen Einbrechern sicher gestellt wurde.

Im weiteren Verlauf des Telefonats erkundigt sich der Anrufer nach dem Kontostand des Opfers und wie viel Bargeld es bei sich zuhause aufbewahre. Der angebliche Polizeibeamte rät nun dazu, niemandem die Türe zu öffnen. „Schließlich wohnen Sie ja alleine im Haus.“ Erwähnt das Opfer daraufhin einen Mitbewohner oder Untermieter, endet das Gespräch meist abrupt.

Allein im Raum Rosenheim wurden seit Dienstag sieben solche Tatversuche gemeldet. Die Dunkelziffer, so vermutet Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern, dürfte deutlich höher liegen. Er betont: „Die 110 ist lediglich ein Notruf.“ In Notfällen oder bei verdächtigen Hinweisen können Bürger diese Nummer anwählen. „Was aber niemals passieren wird ist, dass die 110 bei Bürgern anruft.“ Bei telefonischen Rückfragen würden sich die Beamten stets mit einer „normalen“ Rufnummer melden.

Sollte das Telefon klingeln und die „110“ auf dem Display erscheinen, handle es sich mit Sicherheit um einen Betrugsversuch. Guske rät allen Bügern, in einem solchen Fall den Spieß umzudrehen und Betrugsversuche dieser Art umgehend der Polizei zu melden. Nur so hätten die Beamten eine relle Chance, die Täter festzunehmen. dst 

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