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Über 160 Teilnehmer beim Hof- und Gartenflohmarkt: „Da war für jeden was dabei“

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Von: Peter Herrmann

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Der Hof- und Gartenflohmarkt in Wolfratshausen
Beste Stimmung und gute Geschäfte: Beim Hof- und Gartenflohmarkt war viel geboten © Peter Herrmann

Der zweitägige Hof- und Gartenflohmarkt lockt Schnäppchenjäger in alle Stadtteile. Die Organisatoren sind zufrieden - die meisten Händler auch.

Wolfratshausen – Etwas erschöpft, aber sehr zufrieden kam Eva-Maria Rühling von ihrem ausgedehnten Rundgang zu Hause an. Die Vorsitzende des Nachbarschaftshilfevereins „Bürger für Bürger“, der den Hof- und Gartenflohmarkt am Wochenende erstmals in Eigenregie organisiert hatte, nahm sich schon am Samstag viel Zeit für einen Besuch der Stände, die am Samstag geöffnet hatten Insgesamt nahmen an beiden Tagen 160 Höfe und Gärten teil. Rühling war hochzufrieden mit dem Flohmarkt: „Es war ein ständiges Kommen und Gehen: Ich habe auf dem Weg nach Hause ewig gebraucht, weil ich so viele nette Leute und Bekannte getroffen habe.“

Über 160 Teilnehmer beim Hof- und Gartenflohmarkt: „Da war für jeden was dabei“

Einen ähnlich positiven Eindruck hatte Regina Kayn, die in der engen Straße Auf der Haid mit einigen Nachbarn ein paar Stände aufgebaut hatte. „Wir hatten schon vor dem offiziellen Beginn um 14 Uhr viele Besucher“, freute sie sich. Besondere Hingucker waren die seltenen Filmplakate, die Alfred Drescher zum Verkauf anbot. Fans von Gerhard Polt, Karl Valentin oder Hans Albers mussten dafür einen Preis von etwa 40 Euro hinlegen. Selbstverständlich auf Verhandlungsbasis: „Ich will ja auch feilschen, sonst macht’s ja keinen Spaß“, erklärte der 66-Jährige. Der ehemalige Leiter eines technischen Kopierwerks in München hat über die Jahre hinweg viele Kostbarkeiten wie alte Projektoren gesammelt.

Wolfratshausen: „Hauptsache das Zeug geht weg“ - Hof- und Gartenflohmarkt von Bürger für Bürger

Deutlich weniger Andrang verzeichnete Santina Scollo am Weidacher Mühlpointweg. Im Gartenstuhl sitzend, wartete sie auf Interessenten für Gläser, Kinderräder und Tennisschläger. Der Ausverkauf hatte einen praktischen Grund: „Mein Vater hat mich gebeten, die Garage leer zu räumen, damit er wieder besser einparken kann“, verriet sie. Manche Dinge würde sie sogar herschenken. „Hauptsache, das Zeug geht weg.“

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Da vor allem in Weidach manche Straßen etwas abseits vom Durchgangsverkehr liegen, wiesen oft selbstgemalte Schilder oder Kreidezeichnungen auf den Straßen zu den Verkaufsstellen hin. Dies half Benjamin Forster auf seiner Suche nach Kinderkleidung und Spielzeug für seinen einjährigen Sohn. „Der Gartenflohmarkt ist eine nette Idee, zumal ich viele Stände zu Fuß mit dem Buggy bequem erreichen kann.“

Über einen günstigen Standort vor dem Edeka-Parkplatz am Nantweiner Friedhof verfügte Martina Berendt. Sie war zum dritten Mal beim Hof- und Gartenflohmarkt dabei. „Ich finde es gut, dass keine Standgebühren erhoben werden.“

Bürger für Bürger macht selbst mit: Beim Hof- und Gartenflohmarkt herrscht reges Treiben

Während in den Stadtteilen Weidach und Nantwein eine hohe Verkaufsstellendichte zu verzeichnen war, lichtete sich in Richtung Altstadt das Feld. Vor dem Pumpenhäuschen am Loisachufer, dessen Räume der Verein „Bürger für Bürger“ nutzt, warteten Elisabeth Röder und Gordini Mühlhäußer auf Abnehmer von Porzellangeschirr aus einem aufgelösten Haushalt. „Vielleicht sind bei diesem Wetter viele lieber zum Baden gegangen“, mutmaßte Mühlhäußer.

Ruhig war es auch in der Nähe des Campingplatzes am Badweiher. Das junge Ehepaar Verena und Felix Kratzmaier bot trotzdem im Hof ihres Hauses Kinderkleidung, Sonnenbrillen, Schmuck und DVDs an. „Bei uns hat sich über die Jahre hinweg viel angesammelt: Da hilft so eine Aktion sehr, um Überflüssiges loszuwerden“, sagte Felix Kratzmaier.

Am Sonntag endete der Flohmarkt in den Gebieten südlich des Bahnhofs, in Waldram und Farchet sowie im Gewerbegebiet. „Da war für jeden was dabei“, stellte Rühling fest.

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