Unwetter in Wolfratshausen
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Heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel zogen am Montagabend über die Region Wolfratshausen.

WOR FOR FUTURE

Nach der Hagelkatastrophe: Umweltbündnis will vor dem Stadtrat protestieren

  • VonDominik Stallein
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Hagelgewitter, Starkregen: „Wor for Future“ sieht den Klimawandel schon angekommen - und macht Druck auf den Stadtrat. Vor der nächsten Sitzung demonstrieren die Klimaschützer.

Wolfratshausen – Die Aktivisten von „Wor for Future“ sehen in dem Hagelunwetter vom 21. Juni einen deutlichen Vorboten der Klimakrise. Sie wollen den Stadtrat zum Handeln auffordern – und organisieren vor dessen Sitzung am Dienstag, 13. Juli, eine Protestaktion. Nach Überzeugung der Klimaschützer können auch kleine Städte wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen.

Noch keine einzige wirksame Maßnahme zum Klimaschutz wurde seit der vollmundigen Ausrufung des Klimanotstands beschlossen.“

David von Westphalen

„Kommunale Politik muss für die Bewältigung vieler Klimafolgen aufkommen und sollte schon deshalb ein lebhaftes Interesse daran haben, sich zu engagieren“, sagt David von Westphalen von „Parents for Future“, einer von drei Gruppierungen, die sich unter dem Namen „Wor for Future“ zusammengeschlossen haben.

Kommunen hätten „viel mehr Handlungsmacht, als man gemeinhin glaubt. Bauverordnungen, Energie und Mobilität: Das sind die großen Hebel einer kleinen Stadt.“ Die Klimaschützer werfen dem Stadtrat vor, untätig zuzusehen. Ende 2019 rief das Gremium den Klimanotstand in Wolfratshausen aus. „Doch der Stadtrat, der das beschlossen hat, tut seitdem nichts“, kritisiert Westphalen. „Noch keine einzige wirksame Maßnahme zum Klimaschutz wurde seit der vollmundigen Ausrufung des Klimanotstands beschlossen.“ Die Klimaaktivisten wollen am Dienstag ab 17.45 Uhr vor der Loisachhalle demonstrieren. Die Sitzung des Stadtrats beginnt um 18 Uhr.  dst

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