Den Umweltfrevel entdeckt hatten Lina Keller (li.) und Luisa Eibl. Zum Dank gab es Schokolade vom Betriebsleiter des Klärwerks, Lorenz Demmel.
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Den Umweltfrevel entdeckt hatten Lina Keller (li.) und Luisa Eibl. Zum Dank gab es Schokolade vom Betriebsleiter des Klärwerks, Lorenz Demmel.

Der Abfall lag sogar im Fuchsbau

Umweltfrevel in Weidach: Klärwerksleiter hält Wort und lässt aufräumen

  • vonDominik Stallein
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Der Leiter des Weidacher Klärwerks, Lorenz Demmel, hat Wort gehalten und den Abfall im Wald beseitigen lassen. Für die Mädchen, die den Umweltfrevel entdeckt hatten, gab es ein süßes Dankeschön.

Wolfratshausen – Lina und Luisa haben gut aufgepasst: Die zwei Elfjährigen aus Wolfratshausen fanden beim Spazierengehen durch den Weidacher Forst eine große Menge Müll. Werbeprospekte und Broschüren hatte ein Unbekannter weit verstreut in dem Waldstück am Klärwerk abgeladen.

Areal gehört nicht mehr zum Klärwerk

Die beiden Mädchen wendeten sich nach ihrem Fund an unsere Zeitung. Die Recherche vor Ort ergab, dass das Grundstück zwar an das Klärwerk grenzt, aber nicht mehr zum Areal gehört. Trotzdem versprach der Betriebsleiter des Werks, Lorenz Demmel, den beiden Weidacherinnen bei einem gemeinsamen Termin am Fundort, den Dreck beseitigen zu lassen.

Zwei Starke Männer der Gaißacher Firma Gartenau Paltur sammelten die Werbezeitungen auf.

Demmel hielt Wort: „Die Firma Gartenbau Paltur aus Gaißach hat mit zwei starken Männern die Werbezeitungen auf den Grundstücken aufgesammelt“, berichtet er gegenüber unserer Zeitung. Dem ersten Augenschein nach hatte es sich bei den Altpapierpaketen um eine überschaubare Menge gehandelt. Bei den Arbeiten stellte sich aber heraus: Es war mehr, viel mehr sogar. „Die Masse hat uns völlig überrascht“, sagt Demmel. Er schätzt, dass die beiden Gartenbauer „eineinhalb Kubikmeter Müll“ aus dem Waldstück zusammenklaubten. „Sogar in Fuchs- und Dachsbauten“ habe der Unbekannte den Müll gestopft. Teilweise lagen die Prospekte schon über zwei Jahre lang unbemerkt im Forst, wie Lina Keller und Luisa Eibl herausfanden.

Schokolade als Dankeschön

Den beiden Umweltschützerinnen überreichte Klärwerk-Chef Demmel zum Dank zwei Tüten voller erlesener Schokoladen-Spezialitäten: „Gut, dass Ihr so wachsam durch die Natur geht“, sagte er.  

dst

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