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Macht gute Miene zum bösen Faschingsspiel: Wolfratshausens Rathauschef Klaus Heilinglechner gerät am unsinnigen Donnerstag in die Hände von Piraten aus dem Kindergarten Wettersteinstraße. 

Unsinniger Donnerstag

Seeräuber setzen Rathauschef fest

Das laute Klappern und Rasseln vor dem Büro des Wolfratshauser Bürgermeisters am unsinnigen Donnerstag verheißt nichts Gutes: „Achtung, Sie kommen“, versucht Vorzimmerdame Claudia Holzer Rathauschef Klaus Heilinglechner noch zu warnen – doch zu spät.

Wolfratshausen – Eine Handvoll Piraten, die vom Kindergarten Wettersteinstraße aus „per Schiff auf der Loisach bis in den Stadtkern geschippert sind“, entern das Bürgermeisterzimmer. Ehe sich das Stadtoberhaupt versieht, ist es mit – dreilagigem – Toilettenpapier an seinen Schreibtischstuhl gefesselt...

Ist es wirklich der Bürgermeister?

Doch der kluge Seeräuber geht auf Nummer sicher: „Wir stellen Dir jetzt ein paar Fragen, um zu testen, ob Du wirklich der Bürgermeister bist.“ Schon die erste Frage hat es in sich: „Wie viele Kindergärten gibt es in Wolfratshausen?“ Heilinglechner schaut hilfesuchend zur Decke. „Sechs?“ „Nein!“, dröhnt es vielstimmig zurück. „Neun?“, rätselt der Rathauschef. „Herr Bürgermeister, brauchen Sie vielleicht den Publikumsjoker?“, eilt ihm Claudia Holzer zur Hilfe. Die kleinen Piraten haben Erbarmen mit ihrem Opfer und geben ihm einen entscheidenden Tipp: Es ist ein Kindergarten weniger als zwölf.“

Heilinglechner öffnet Rathausschatztruhe

Der Bürgermeister nimmt die Hürde – und steht vor den nächsten: „Welche Flüsse fließen durch Wolfratshausen?“, „Wie alt ist die Stadt?“ und „Wie viele Einwohner gibt es?“ Heilinglechner hangelt sich von Antwort zu Antwort.

Schließlich sind die Piraten zufrieden und überreichen dem inzwischen wieder von den Fesseln befreiten Rathauschef eine Flaschenpost. Der Inhalt: Eine Urkunde zur bestandenen Piratenprüfung. Heilinglechner dankt den Mädchen und Buben für seine Freilassung mit süßen Leckereien aus der Rathausschatztruhe.

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