Radfahrer in der Stadt unterwegs
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Die Bedingungen für Radfahrer sind in Wolfratshausen noch längst nicht so, wie sie sein sollten.

Bürgermeister antwortet auf Fragen des Umweltreferenten

Verbesserter Radverkehr in Wolfratshausen: Geduld ist gefragt

  • vonDominik Stallein
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Wolfratshausen – Die Stadt Wolfratshausen trägt seit 2018 offiziell das Prädikat „Fahrradfreundliche Kommune“. Radler bemängeln dennoch riskante Streckenabschnitte und fehlende Abstellmöglichkeiten. Der Umweltreferent des Stadtrats. Dr. Hans Schmidt (Grüne), reichte deshalb im Rathaus einen umfangreichen Fragenkatalog ein. Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) lieferte in der jüngsten Stadtratssitzung Antworten.

Grünen-Sprecher Schmidt konstatiert: „In der Innenstadt fehlen Radabstellplätze.“ Er wollte Auskunft darüber, welche Stellen für weitere Zweirad-Parkplätze vorgesehen sind. Laut Heilinglechner befinden sich im Bereich der Altstadt „rund um den Bahnhof, vor der Bücherei, im Rathausinnenhof, entlang der Marktstraße sowie entlang des westlichen Loisachufers“ einige öffentliche Abstellflächen. Eine großzügige Erweiterung des Angebots in der Innenstadt sei schwierig: „Die vorhandenen Gehwegbreiten im Ober- und Untermarkt lassen keine zusätzlichen Anlagen zu.“ Das solle aber nicht bedeuten, dass künftig gar keine weiteren Flächen mehr zur Verfügung gestellt werden: „Das Thema wird im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Marktstraße bearbeitet“, so Heilinglechner. Wann die nächsten Schritte in der Umgestaltung anstehen, sei derzeit unklar.

Klar hingegen ist: Am westlichen Loisachufer sollen überdachte Fahrradständer als Ersatz für die zuletzt abgerissene Anlage am japanischen Garten errichtet werden. „Wo immer möglich und vom Stadtrat gewünscht“, seien weitere Unterstände denkbar.

Schmidt moniert nach eigenen Worten „seit Jahren“ gefährliche Situationen auf der Königsdorfer Straße, wo ein Radstreifen angedacht ist. Für diese Stelle komme „wegen der beengten Verhältnisse der Fahrbahn und des Seitenraumes“ lediglich ein einseitiger Schutzstreifen in Frage, erklärt dazu Heilinglechner. Ein solches Modell wird derzeit an der Sauerlacher Straße getestet – ein Ergebnis des Modellprojekts steht noch aus. „Das ist abzuwarten“, so Heilinglechner.

In diesem Zuge möchte der Rathauschef das Gremium auch darüber informieren, an welchen Ampeln im Stadtgebiet Aufstellstreifen für Radfahrer möglich sind. Trotz eines einstimmigen Bauausschuss-Beschlusses, diese „vor den wesentlichen Ampeln in Wolfratshausen prüfen zu lassen“, wurde vergangenes Jahr lediglich an der Kreuzung am Friedhof eine solche Fahrbahnmarkierung geschaffen, wie Umweltreferent Schmidt bemängelt.

dst

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