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Mit Steinen bewarfen die Täter mehr als ein Dutzend Scheiben der Waldramer Mittelschule.

"Täter dingfest machen"

Verwüstung in Waldram: Polizei hat wertvolle Hinweise

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Wolfratshausen - Nach der Randale-Nacht in Waldram laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Möglicherweise können die Täter schon bald gefasst werden.

Wie Werner Resenberger, Leiter der Wolfratshauser Polizeiinspektion, auf Nachfrage mitteilt, seien in der Zwischenzeit weitere Zerstörungen gemeldet worden. „Die eine oder andere Scheibe ist noch dazugekommen“, sagt Resenberger. Der Polizeichef will zum Stand der Dinge aus ermittlungstaktischen Gründen nicht zu viel verraten. Man sei sich allerdings relativ sicher, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche aus Wolfratshausen oder Geretsried handele. Und: „Wir haben einige wertvolle Hinweise bekommen. Wir sind sehr guter Dinge, die Täter dingfest machen zu können.“

Jugendliche richten Sachschaden von gut 10.000 Euro an

Wie berichtet haben mehrere Jugendliche am Wochenende an der Waldramer Mittelschule einen Sachschaden in Höhe von gut 10 000 Euro angerichtet. Anwohner beobachteten, wie sich eine Gruppe von jungen Männern und Frauen gegen 19.30 Uhr vor der Schule versammelte. Sie warfen Steine gegen die Fenster und nahmen dann in Richtung Radweg nach Geretsried Reißaus. Auf ihrem Weg beschädigten die Randalierer noch diverse Blumenkübel und rissen von einem Weihnachtsbaum die Kerzen herunter. Außerdem warfen sie mit einem Pflasterstein eine Terrassentür eines Hauses an der Föhrenwaldstraße ein.

Die Spuren der Verwüstung sind wenige Tage später noch deutlich zu sehen. Insgesamt sind 13 Scheiben der Mittelschule zerstört, zum Teil eingeschlagen, zum Teil gesplittert. Mit Pappkartons wurden sie notdürftig abgedichtet, damit nicht zu viel Kälte ins Schulgebäude zieht und sich niemand an den Scherben und Splittern verletzt. Schulleiter Josef Märkl zufolge hat der Sachaufwandsträger, die Stadt Wolfratshausen, bereits eine Spezialfirma verständigt, die sich um den Austausch der Scheiben kümmern soll. Weil es sich um Spezialanfertigungen handelt, die besondere Dämmeigenschaften haben, vermutet er, dass die Schadenssumme deutlich höher wird, als bisher angenommen.

Märkl, seit über 30 Jahren im Schuldienst und seit 2009 Leiter der Waldramer Schule, hat eine Zerstörung in diesem Ausmaß noch nicht erlebt. „Kleinere Vorfälle gibt es immer wieder, auch bei uns. Das letzte Mal war das vor Weihnachten, als Unbekannte die Fassade der Schule beschädigt haben.“ Märkl stellte Strafanzeige und schrieb einen Elternbrief mit der dringenden Bitte, alle Schüler für das Thema Sachbeschädigung und deren Folgen zu sensibilisieren. „Alle wissen, dass das kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat ist.“ Wobei Märkl unbedingt den Eindruck vermeiden möchte, dass am Wochenende Schüler am Werke waren. „Man muss abwarten, was die Ermittlungen der Polizei ergeben.“ Die jüngsten Vorfälle würden natürlich in den Klassen thematisiert, ergänzt der Schulleiter. „Alle sind hoch emotionalisiert, vor allem die Grundschüler fragen immer wieder, was hier passiert ist, wer das angerichtet hat.“

Gewaltausbrüche seien kaum zu verhindern

Verhindern könne man solche Gewaltausbrüche kaum, stellt Märkl im Gespräch mit unserer Zeitung nachdenklich fest. Eine Videoüberwachung sei rechtlich problematisch. Natürlich komme es immer dann zu Fällen von Vandalismus, wenn sich die Täter unbeobachtet fühlen oder einen Bereich finden, der schlecht ausgeleuchtet ist. Auch in Sachen Einzäunung gibt sich Märkl eher zurückhaltend. Das Schulgelände wird auch von der Bücherei, der Volkshochschule, Schützen und Sportvereinen genutzt. „Da kann man nicht einfach so abschließen.“ Zudem, so der Schulleiter, wären solche Maßnahmen nach außen hin kein gutes Signal. Und potenzielle Täter würde weder eine Videoüberwachung noch ein Zaun abschrecken. „Wenn Jugendliche oder junge Erwachsene einen Schaden anrichten wollen, lassen die sich nur schwer stoppen.“

fla

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