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Viel Geld haben Trickbetrüger einem Ehepaar aus Wolfratshausen aus dem Geldbeutel gestohlen.

Die Geldbörse ist tabu

Viel Geld erbeutet: Kripo warnt vor Trickbetrügern

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Wolfratshausen – Zwei Mal haben Trickdiebe in den vergangenen Tagen ältere Menschen bestohlen. Die Polizei warnt vor den dreisten Betrügern und gibt Tipps, wie man sich richtig verhält.

Die Masche zieht offenbar gut. Ein Wolfratshauser Ehepaar, ein 77-jähriger Rentner und seine 76 Jahre alte Ehefrau, wurde von einem Mann angesprochen. Er fragte, ob sie ihm zwei Euro wechseln könnten. Der Unbekannte lockte die beiden dann unter einem Vorwand aus ihrem Auto und stahl 300 Euro aus der Mittelkonsole.

Ähnliches widerfuhr wenige Tage zuvor einem 86-Jährigen in Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau). Ein Unbekannter bat den Senior, der ebenfalls in seinem Auto saß, durch das Beifahrerfenster, eine Zwei-Euro-Münze zu wechseln. Der Rentner kam dem Wunsch nach – und bemerkte erst zu Hause, dass mehr als 500 Euro Bargeld aus seinem Geldbeutel fehlten.

Die Täter seien meist sehr höflich und würden sich zielgerichtet an arglose Senioren wenden, sagt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern. „Sie bitten um Kleingeld, beispielsweise um zu telefonieren. Häufig hält der Dieb einen Zettel mit einer Telefonnummer und eine Zwei-Euro-Münze in der Hand.“ Oft würden die Geschädigten direkt vor Banken oder Sparkassen angesprochen, ergänzt der Pressesprecher. „Wenn die arglosen Opfer ihre Geldbörse hervorgeholt haben, wird der Täter plötzlich sehr aktiv. Er fuchtelt ständig mit seinen Fingern in dem offenen Münzfach herum und zeigt immer wieder auf andere Geldstücke, dabei redet er sehr viel, um das Opfer abzulenken.“

In früheren Fällen hätten die Täter den Zettel mit der Telefonnummer so über das Geldscheinfach gehalten, dass dem Opfer die Sicht verdeckt wurde. Dabei sei es es dem Trickdieb gelungen, in das Fach für Geldscheine zu greifen und diese unbemerkt herauszuziehen. „Der Täter hat es dann plötzlich sehr eilig und verschwindet, den Diebstahl bemerken viele Geschädigte erst viel später“, erläutert Sonntag.

Die Tipps der Kriminalpolizei

Um weitere Betrügereien zu verhindern und ältere Menschen für die fiesen Tricks zu sensibilisieren, gibt die Kriminalpolizei folgende Tipps:

  • Bleiben Sie bei aller Hilfsbereitschaft wachsam und verhindern Sie den direkten Blick in Ihre Geldbörse.
  • Geben Sie niemals Ihre Geldbörse fürs Wechseln aus der Hand, schirmen Sie Ihre Geldbörse ab und verweigern sie jeglichen Griff in Ihr Portemonnaie.
  • Halten Sie Fremde auf Abstand und lassen Sie sich von Unbekannten nicht bedrängen – hier ist dann auch der „Mut zur Unhöflichkeit“ angesagt.
  • Wer betrügerische Absichten vermutet, sollte nicht zögern und sofort über die Notrufnummer 110 die Polizei informieren.

fla

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