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Hatte einen schweren Stand: BCF-Neuzugang Gilbert Diep (re.) konnte sich nur selten durchsetzen.

Wolfratshausen

Viele Ausfälle, wenig Struktur

Fußball - Sorgenfalten beim Bayernligisten BCF Wolfratshausen nach der 0:2-Niederlage im Testspiel gegen Holzkirchen

Die Vorbereitung hat gerade einmal begonnen, da sieht man bei den Verantwortlichen des BCF Wolfratshausen schon dicke Sorgenfalten auf der Stirn. Nichts klappt, etliche Leistungsträger gehen schmerzlich ab – und natürlich fehlt es auch an Ergebnissen. Entsprechend düster blickt der Trainer nach der 0:2-Niederlage im Testspiel gegen den TuS Holzkirchen in die Zukunft. „Wir sehen einer schweren Rückrunde entgegen“, prophezeite Reiner Leitl.

Da ist zum einen die Personalsituation. Angesichts des ausgedünnten Kaders ist zu befürchten, dass man wieder in den Abstiegskampf verwickelt wird. Basti Pummer und Marco Höferth werden kaum vor Ende März mit dem Lauftraining beginnen. Bei Michael Marinkovic ist das Saisonende besiegelt, sollte sich bei der anstehenden Kernspin-Untersuchung herausstellen, dass er am Ellenbogen operiert werden muss. Neben Paul Müller (Achillessehnenriss) dürfte außerdem noch Lamine Guéye (Auslandspraktikum) länger fehlen, als ursprünglich gedacht. Neuzugang Gilbert Diep kann wohl nur bedingt in die Bresche springen. Neben jugendhafter Herangehensweise merke man ihm die „fehlende Spielpraxis und Vorbereitung“ an, stellte Leitl nach dem Debüt fest. Sturmpartner Luca Faganello verletzte sich am Samstag am Knie – Diagnose ungewiss.

Punkt zwei der Mängelliste: Auf dem Platz sind kaum durchdachte Strukturen zu erkennen sind. Im Kräftemessen mit dem Landesligisten habe seine Elf „alles vermissen lassen“, sagte der BCF-Coach, kaum etwas habe funktioniert. Bei den wenigen ordentlich vorgetragenen Spielzügen hätte der letzte Pass, die absolute Entschlossenheit gefehlt. Insgesamt aber sei es „zu wenig“ gewesen. Vor allem im läuferischen Bereich erkannte Leitl massive Defizite: „Da müssen wir zulegen.“

Drei Wochen bleiben dem Ex-Profi und seinen Kickern, ehe es im niederbayerischen Bogen um wichtige Punkte geht. Zeit, die Leitl nutzen möchte, um das Spielsystem zu modifizieren. So kündigte der 55-Jährige eine Abkehr vom Anlaufen des Gegners an. „Das hat überhaupt nicht funktioniert.“ Priorität hat nunmehr die absolute Kompaktheit, ein enger Zusammenschluss aller Mannschaftsteile. Zweite einschneidende Maßnahme: Bei defensiven Standards wird es fortan klare Zuteilungen geben, die Raumdeckung ist bis auf Weiteres passé. Und dann ist da ja noch das fehlende Selbstvertrauen. Es müssen Erfolgserlebnisse, Tore und emotionale Momente her. Am besten gleich im nächsten Vorbereitungsspiel, das der BCF am Samstag, 13. Februar, um 14 Uhr beim TSV Gilching bestreitet. Allerdings dürfte der Bezirksliga-Tabellenführer für die Farcheter in ihrer momentanen Verfassung weniger ein Sparringspartner als ein Gegner auf Augenhöhe sein. or

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