Nicht ganz gereicht hat es für die VSG-Volleyballer um (v. li.) Stefan Richter, Lukas von Stülpnagel, Thorsten Busch, Julius Wilhelm, Dominik Hölzl und Fabian Liemer in der Aufstiegsrunde zur Landesliga.

Volleyball 

Irgendwann war der Akku leer

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Knapp gescheitert ist die VSG Isar-Loisach in der Relegation zur Landesliga. Es war einfach nicht ihr Tag.

Wolfratshausen – 230 Kilometer Busfahrt in den Knochen, eine alte Gemeindehalle mit noch älterem Parkettboden, dazu ein Mords-Remmidemmi mit Trommeln und Getöse – es sollte nicht der Tag der VSG Isar-Loisach werden. „Es ist maximal schlecht für uns gelaufen“, stellte Trainer Bernhard Wilhelm zu dem Relegationsspieltag fest, zu dem seine Volleyballer – begleitet von zwei Dutzend Fans – ins niederbayerische Saldenburg gereist waren, um mit den Hausherren und dem Landesligisten SC Freising II einen Aufsteiger in die Landesliga zu ermitteln.

Der Zustand der Örtlichkeit sei ein „enormer Heimvorteil“ für die Saldenburger gewesen, die in den ersten beiden Sätzen auch ordentlich loslegten. „Meine Jungs waren ungewöhnlich nervös“, berichtete der VSG-Trainer, der auf den urlaubenden Diagonalangreifer Dominik Schmidt verzichten musste. Dennoch sei die Partie auf Messers Schneide gestanden, ehe sich die Niederbayern mit 25:22 und 25:22 in Führung brachten. Wilhelm wechselte jetzt Außenangreifer Markus Meinl ein, den er wegen einer Knieblessur eigentlich schonen wollte. Doch der Angreifer sorgte ebenso wie Tobias Adamek für viel Druck und brachte die Oberbayern durch zwei Satzgewinne (25:20, 25:13) auf 2:2 heran. „Dazu hat Korbinian Hölzl noch zwei super Aufgabenserien beigesteuert“, lobte der Coach. Im Tiebreak war seine Mannschaft nicht mehr zu bremsen und gewann deutlich mit 15:6.

Das Duell lief anders als erwartet

Anders als von Wilhelm erwartet verlief dann das folgende Duell. „Die Freisinger haben Saldenburg komplett unterschätzt. Die Einstellung war viel zu lasch“, berichtete der VSG-Trainer. Ihn wunderten zudem „haarsträubende Wechsel- und Aufstellungsfehler“ des Landesligisten, der mit einer 0:3-Schlappe klar die Quittung serviert bekam.

Seltsamerweise schafften es die Freisinger jedoch ausgerechnet im Aufeinandertreffen mit der VSG, wieder den Schalter umzulegen. „Sie haben mit ihrer stärksten Aufstellung durchgespielt, waren ganz klar auf Schadensbegrenzung aus“, meint Wilhelm. Vor allem die starken Außenangreifer des SC bereiteten der Spielgemeinschaft aus Wolfratshausen und Geretsried immer wieder Kummer. 23:25 hieß es nach dem ersten Durchgang, den zweiten holte die VSG mit 26:24. Dann ging den Jungs um Kapitän Thorsten Busch aber allmählich die Puste aus. „Nach der langen Saison waren einfach die Akkus leer“, zeigte der Coach Verständnis dafür, dass auch bei seinen starken Angreifern wie Markus Meinl, Fabian Leimer und Korbinian Hölzl die Durchschlagskraft nachließ. Freising setzte sich noch mit 25:20 und 25:11 durch und gewann mit 3:1.

Eng ging es dagegen in der Spieltagstabelle zu: Saldenburg sicherte sich den Landesliga-Aufstieg mit vier Punkten vor Freising (3) und Isar-Loisach (2). Kein Grund also für die VSG, sich zu grämen. „Wir sind nach dem Match noch gemütlich mit den Saldenburgern in der Halle gesessen und haben die Saison ausklingen lassen“, berichtete Wilhelm. Seine Schützlinge seien nicht wirklich betrübt gewesen. „Schließlich haben wir ja eine tolle Saison gespielt. Aber das mit dem Aufstieg hat halt nicht sein sollen.“ Nach einer Sommerpause mit viel Beachvolleyball wollen Trainer und Mannschaft ab Herbst wieder in der Bezirksliga durchstarten. Wilhelm: „Wir wollen schauen, ob wir in die Bezirksliga West umgruppiert werden können.“

VSG Isar-Loisach/Herren I

Busch, Liemer, T. Adamek, D. Hölzl, K. Hölzl, Meinl, Richter, von Stülpnagel, Weisel, J. Wilhelm.

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