+
Gestatten, Andreas Czerweny: Der neue Inspektionsleiter in Wolfratshausen will den Dialog mit den Bürgern verstärken.

Neuer Chef der PI Wolfratshausen

Vom Kaufmann zum Polizeichef

  • schließen

Andreas Czerweny heißt der Nachfolger von Werner Resenberger als Chef der Wolfratshauser Polizeiinspektion am Hans-Urmiller-Ring. Er setzt auf Teamwork - und hat eine interessante Lebensgeschichte. 

Wolfratshausen Seit fünf Wochen hat die Polizeiinspektion in der Flößerstadt einen neuen Leiter. Erster Polizeihauptkommissar Andreas Czerweny hat den Posten von Werner Resenberger übernommen, der auf eigenen Wunsch in die Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim gewechselt ist. Das Datum hat sich ihm eingeprägt: Es war der 20. Februar um 14.30 Uhr, als ich hier angekommen bin“, erzählt er und lacht. Der 53-Jährige fühlt sich sichtlich wohl an seinem neuen Arbeitsplatz. „Das liegt aber auch an den Kollegen“, betont er. „Alle sind auffallend engagiert und mit Leib und Seele bei der Polizei.“

Erst war der Tölzer Einzelhandelskaufmann

Czerweny kam auf Umwegen zur Exekutive. Ursprünglich war er Einzelhandelskaufmann für Sportartikel. „Ich dachte, dass ich da viel Zeit habe, um Sport zu treiben – ein Irrtum, wie sich bald herausstellen sollte.“ Nebenbei fuhr der 53-Jährige Rettungsdienst und kam so immer wieder mit der Polizei und der Feuerwehr in Kontakt. „Und das war es dann. Ich begann 1985 meine Ausbildung in Eichstätt.“ Der Dienst führte den Tölzer kreuz und quer durch Bayern. Nürnberg, Dachau, Weilheim und Bad Tölz gehörten zu seinen Stationen, ebenso wie die damals neu installierte Einsatzzentrale in Rosenheim. Hier war Czerweny mehrere Jahre lang als Leiter tätig, nahm fast im Minutentakt mit seinem Team Meldungen über Unfälle, Schlägereien oder andere Straftaten in der Region entgegen.

Der Dialog mit den Bürgern ist dem Neuen wichtig

Der zweifache Familienvater möchte den Dialog zwischen der Polizei und den Bürger weiter fördern. „Die Polizei, dein Freund und Helfer – so sollte es sein“, sagt Czerweny. „Es soll sich keiner scheuen, die 110 zu wählen.“ Bevor man lange überlege, ob das Geschehen tatsächlich ein Fall für die Polizei ist, sollte man zum Hörer greifen. Stichwort Zivilcourage: „Ganz klar, keiner soll und darf sich selbst in Gefahr bringen. Aber gerade im Zeitalter des Handys kann immer die 110 angerufen werden.“ Überhaupt ist es die Kommunikation „in jedem Lebensbereich“, auf die Czerweny großen Wert legt. „Mit’m Red’n kemma d’ Leit zam“, lautet sein Motto. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seminar St. Matthias: Wie die Schule sich verändert hat
Das Seminar St. Matthias feiert 90-jähriges Bestehen. Im Gespräch blickt Stiftungsdirektor Professor Joachim Burkard zurück.
Seminar St. Matthias: Wie die Schule sich verändert hat
Mit dem Altlandrat durch die Region
Anekdoten auf den Nebenstraßen gab es vor Kurzem zu hören: Den Seniorenausflug durch die Heimat begleitete Altlandrat Manfred Nagler als Reiseleiter.
Mit dem Altlandrat durch die Region
Nicht das Brot, aber der Wein des Lebens
In den nächsten 14 Tagen begegnet man in Wolfratshausen auf Schritt und Tritt Bildern, Grafiken, Skulpturen, Fotografien und Installationen: Am Freitagnachmittag ist die …
Nicht das Brot, aber der Wein des Lebens
Gefräßiger Schmetterling macht Kastanien zu schaffen
Ist der Herbst denn schon so weit? Nein, hinter den welken und braunen Blättern an Ickinger Kastanien steckt ein Schädlingsbefall.
Gefräßiger Schmetterling macht Kastanien zu schaffen

Kommentare