Stehen hinter dem Konzept: (hinten v. li.) Robert Klingel und Ines Lobenstein sowie (vorne v. li.) Assunta Tammelleo, Dr. Ulrike Krischke und Annette Heinloth.
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Stehen hinter dem Konzept: (hinten v. li.) Robert Klingel und Ines Lobenstein sowie (vorne v. li.) Assunta Tammelleo, Dr. Ulrike Krischke und Annette Heinloth.

Corona

Vorerst keine Modellregion: So geht es in Wolfratshausen weiter

  • vonDominik Stallein
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Ministerpräsident Söder hat die Entscheidung über Modellregionen in Bayern vertagt. Die Initiatoren des „Tagesticket WOR“ wollen dran bleiben.

Wolfratshausen – Nach dem Beispiel der Stadt Tübingen soll das „Tagesticket WOR“ den Bürgern der Loisachstadt in der Pandemie Lockerungen bringen. Die Frage, ob Wolfratshausen eine der Modellregionen in Bayern wird, blieb am Mittwoch allerdings unbeantwortet. In der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung wurde die Entscheidung vertagt. In zwei Wochen, das erklärte Ministerpräsident Markus Söder in einer Pressekonferenz, soll die Frage erneut behandelt werden.

Die Initiatoren der Wolfratshauser Bewerbung finden diese Entscheidung „natürlich schade“, Stadträtin Dr. Ulrike Krischke äußert aber durchaus Verständnis: „Das Infektionsgeschehen bleibt nicht stabil, sondern ist in einem ständigen Wandel“, sagt sie. Wenn eine Verschiebung der Entscheidung dazu führt, dass auf einer „seriösen Grundlage“ der Daumen über das Wolfratshauser Tagesticket-Konzept gehoben oder gesenkt werde, könne sie mit der verlängerten Wartezeit leben.

Auch ohne Modellregion soll weiter getestet werden

Die Ehrenamtlichen um die DLRG, die Caritas, den Kulturverein Isar-Loisach und viele weitere Freiwillige wollen in den kommenden 14 Tagen mit den Testungen weitermachen. „Auch wenn es vorerst keine Modellregion gibt, möchten die Menschen ja weiterhin getestet werden“, erklärt DLRG-Chef Robert Klingel. Die Lebensretter wurden vor einigen Tagen offiziell vom Gesundheitsamt beauftragt, die ehrenamtliche Teststation am Schwankl-Eck zu führen.

Wie berichtet planen die Initiatoren eine Ausweitung des Angebots – notfalls auch ohne Modellprojekt. Drei Standorte im Untermarkt, die Klingel noch nicht verraten möchte, stehen derzeit zur Wahl. Die Gruppe möchte gemeinsam mit dem Bürgermeister eine Entscheidung treffen. In dieser Runde sollen auch weitere Maßnahmen in den kommenden Wochen besprochen werden. „Wir sind nur ein Teil des Puzzles“, sagt Klingel.

Ähnlich hatte sich Ministerpräsident Söder auf der Pressekonferenz geäußert. Testungen alleine seien „keine Lösung“, betonte er. Ulrike Krischke und Robert Klingel plädieren deshalb auch vor Ort dafür, „alle Beteiligten an einen Tisch zu holen“. Dazu zählen für die Seniorenreferentin des Stadtrats zum Beispiel Vertreter des Kulturreferats oder der Gastronomie. Klingel betont: „Die Mannschaft steht weiterhin bereit.“

dst

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