Huhn im Stall
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Hühnerhalter sollen dafür sorgen, dass ihre Tiere in keinerlei Kontakt mit Wildvögeln kommen.

Wegen Fall von Vogelgrippe in Passau

Veterinäramt appelliert an Geflügelhalter

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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In Teilen Deutschlands breitet sich die Vogelgrippe aus, vor wenigen Tagen hat sie auch Bayern erreicht. Daher ruft das Veterinärmt Geflügelhalter zu Wachsamkeit auf.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Veterinäramt ruft alle Geflügelhalter im Landkreis zu erhöhter Wachsamkeit auf. Anlass ist die Tatsache, dass sich die Vogelgrippe (Aviäre Influenza/HPAI) in weiten Teilen Norddeutschlands ausgebreitet hat. Vor wenigen Tagen, am 19. November, wurde der hochansteckende Virus bei Stockenten im Landkreis Passau nachgewiesen. „Deshalb ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit infizierten Wildvögeln in Bayern zu rechnen, die Verbreitung über Zugvögel ist dabei ein wichtiger Faktor“, sagt Dr. Bernhard Hauser, Leiter des Veterinäramtes.

Um die Einschleppung des Erregers in Hausgeflügelbestände zu verhindern, kann bei einem positiven Nachweis der Influenzaviren bei Wildvögeln eine Stallpflicht durch das Landratsamt angeordnet werden. Um einem solchen Ausbruch zuvor zu kommen, bittet das Veterinäramt alle Geflügelhalter dringend, einige Verhaltensregeln einzuhalten.

Das Landratsamt kann notfalls Stallpflicht anordnen

So soll sich das Hausgeflügel möglichst wenig im Freien aufhalten. Das dient dem Zweck, Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln zu verhindern. Das Futter soll laut Veterinäramt so angeboten werden, dass Wildvögel keinen Zugang haben. Außerdem sollten die Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. „Allgemein sind Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren“, so Hauser.

Lesen Sie auch: Bernhard Hauser, Leiter des Veterinäramts

Zu beachten ist außerdem, dass betriebsfremde Personen den Stall nur in Ausnahmefällen und in Schutzkleidung betreten. Für Betriebe mit mehr als 1000 Tieren gelten weiterreichende Maßnahmen, etwa eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Stallungen. Wer mehrere tote Wasser- oder Wildvögel findet, soll diese nicht anfassen, sondern dem Landratsamt telefonisch unter 0 80 41/50 54 90 melden. Weitere Infos findet man im Internet auf der Seite des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

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