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Äußerst zufrieden: Anton Lautenbacher (li.), Vorstandsvorsitzender der VR Bank München Land eG, und Pressesprecher Peter Wein legten beim Redaktionsbesuch einen Rekord-Geschäftsbericht vor.

Bilanzsumme knackt Zwei-Milliarden-Euro-Grenze

VR Bank München Land verzeichnet Rekordergebnis

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Bei der VR Bank München Land ist man hochzufrieden: Im vergangenen Jahr wurde das beste Betriebsergebnis der 107-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Das zurückliegende Geschäftsjahr kommentiert Anton Lautenbacher, Vorstandsvorsitzender der VR Bank München Land eG, beim Redaktionsbesuch mit nur einem Wort: „Super.“ Die Bilanzsumme knackte 2018 erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 1,52 Millionen Euro werden als Dividende in Summe 381 000 Euro an die aktuell gut 25 600 Mitglieder ausgeschüttet.

„Es ist das beste Betriebsergebnis in unserer 107-jährigen Unternehmensgeschichte“, stellt Lautenbacher fest – und tritt behutsam auf die Euphoriebremse: „Es war ein Ausnahmejahr.“ Die Bilanzsumme wuchs um knapp 200 Millionen Euro, die 312 Mitarbeiter der Bank („eine schlagkräftige Mannschaft“) erwirtschafteten ein Betriebsergebnis von fast 20 Millionen Euro. Davon konnten rund 13,6 Millionen dem Eigenkapital zugeführt werden. „Mit Eigenmitteln von rund 200 Millionen Euro gehören wir zu den eigenkapitalstärksten Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern.“

Die Dividende entspricht einer Verzinsung von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben. Mit 25 624 Kunden ist die VR Bank, die im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen jeweils einen Standort in Wolfratshausen und Münsing sowie zwei in Geretsried unterhält, die größte Personenvereinigung in München Land.

Stichwort Standorte: Die – im Geschäftsbereich sind es unterm Strich 20 – bleiben laut Lautenbacher unangetastet. „Wir setzen auf die Nähe zu unseren Kunden“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende. Der in Münsing geplante Neubau werde voraussichtlich 2021 eingeweiht. „Da der Kunde viele Banktransaktionen selbst erledigt, nehmen Standardprozesse wie Überweisungen und Bargeldversorgung in der Filiale spürbar ab“, räumt Lautenbacher ein. Dagegen wachse der telefonische Beratungsbedarf. Die VR Bank München Land eG habe auf diese Entwicklung reagiert: „Zehn ausgebildete Bankkauffrauen standen im vergangenen Jahr 125 000 Mal kompetente Rede und Antwort“, so Lautenbacher.

Das betreute Kundenvolumen stieg im vergangenen Geschäftsjahr um über 9,3 Prozent auf fast 4,7 Milliarden Euro. Wachstumsmotor war erneut das bilanzielle Kreditgeschäft mit einem Anstieg von 14,3 Prozent. „Mit diesen Ergebnissen gehört die VR Bank zu den erfolgreichsten Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern“, betont der Vorstandsvorsitzende nicht ohne Stolz.

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Der sich verändernden Arbeitswelt trägt die Bank auch mit Blick auf den Nachwuchs Rechnung: Potenzielle neue Mitarbeiter und Auszubildende können sich auf Internetportalen wie kununu.com schnell informieren, wie es ist, bei der VR Bank zu arbeiten. Dabei helfen ungeschönte Erfahrungsberichte, die auf den Plattformen veröffentlicht werden. Zum Ausbildungsstart am 1. September „sind noch einige Ausbildungsplätze vakant“, berichtet Pressesprecher und Marketing-Leiter Peter Wein.

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Stolz ist die VR Bank auch auf ihr gesellschaftliches Engagement. Knapp 170 000 Euro Spendengelder flossen im vergangenen Jahr an Vereine und Institutionen zwischen Pliening im Landkreis Ebersberg und Geretsried. Nicht zu vergessen: Von über 5,5 Millionen Euro Steueraufkommen führte die VR Bank 2,4 Millionen Euro Gewerbesteuer an die Städte und Gemeinden in den Landkreisen München, Bad Tölz-Wolfratshausen und Ebersberg ab.

Das außergewöhnlich gute Geschäftsergebnis stimme Vorstand und Aufsichtsrat sehr zufrieden, bilanziert Lautenbacher. „Diesen Erfolg haben wir uns über Jahre erarbeitet.“

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