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„Wir freuen uns auf die ersten Bälle im Sand“: Lukas von Stülpnagel (li.) und die Volleyballer der VSG Isar-Loisach haben die Beachplätze in Wolfratshausen und Geretsried vorbereitet. Doch es gelten strenge Vorschriften. 

Volleyball

VSG trainiert wieder: Schmettern erlaubt, Blocken verboten

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Spielgemeinschaft hat die Sandplätze in Wolfratshausen und Geretsried vorbereitet und startet mit Beach-Training unter Corona-Bedingungen. 

Wolfratshausen/Geretsried – Schon als vor ein paar Wochen die ersten warmen Sonnenstrahlen aus den Wolken blinzelten, wurde Lukas von Stülpnagel von seinen Volleyball-Kollegen bestürmt. „Können wir nicht auf den Beachplatz gehen? Sport im Freien ist doch erlaubt, oder?“ Damals musste der Sprecher der VSG Isar-Loisach die Sportkameraden noch vertrösten, seit Montag jedoch kann er grünes Licht geben: „Es liegt ein gut ausgearbeitetes Konzept des Bayerischen Volleyballverbands vor, daran können wir uns orientieren“, berichtet von Stülpnagel. Je klarer die Vorgaben seien, desto besser: „Damit können wir unseren Volleyballern wieder die Chance geben, nach der langen Zeit mit Skype-Training übers Internet sich endlich wieder persönlich zu treffen.“ Allerdings müsse man mit Einschränkungen leben, um dem Hobby wieder nachgehen zu können: „Ein freies Spiel ist nicht möglich, lediglich ein Vereinstraining zu festgelegten Zeiten.“

In den Volleyballsparten des BCF Wolfratshausen und des TuS Geretsried seien die Vorgaben des BVV auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und anschließend dem jeweiligen Hauptverein vorgelegt worden. „Die Konzepte wurden dann ausgearbeitet und jeweils im Rathaus vorgelegt worden“, berichtet Lukas von Stülpnagel. Vergangene Woche hätten die Verwaltungen dann die Benutzung der Sandplätze im Isar-Loisach- und Isarau-Stadion genehmigt. Am Freitag machten sich die Aktiven der VSG daran, die Felder vorzubereiten. „Wir haben Laub und Unrat entfernt, außerdem die Netze und Linien aufgebaut“, berichtet der Pressesprecher.

Für den Trainingsbetrieb selbst gibt es eine Reihe von Regeln zu beachten. Die Anfahrt hat getrennt zu erfolgen, die Stadien selbst sollen gruppenweise inklusive des zuständigen Trainers betreten werden. Am Eingang steht Desinfektionsmittel bereit. „Trainieren mehrere Gruppen, was zum Beispiel in Wolfratshausen aufgrund der beiden Beachfelder möglich ist, müssen diese getrennt Pausen machen“, erklärt von Stülpnagel. Nach dem Ende sollen die Volleyballer ebenfalls getrennt ihren jeweiligen Heimweg antreten. Außerdem sind die Übungsleiter verpflichtet, jedes Treffen sowie die Namen der Teilnehmer auf einem Vereinsportal im Internet einzutragen.

Für den Ablauf im Sand gibt es gleichermaßen Vorschriften. „Auf jedem Platz dürfen vier Spieler plus ein Trainer sein. Angriffsschläge über das Netz sind erlaubt, allerdings keine Blockaktionen. Außerdem darf immer nur jeweils ein Aktiver den Angriffsball annehmen, der Partner muss 1,5 Meter Abstand halten“, berichtet der VSG-Sprecher. Man müsse sich darüber im Klaren sein, „dass das kein richtiges Beachvolleyball, sondern – wie auch der Verband betont – ein Konditions- und Taktikspiel ist“.

Über das Wochenende habe man mittels einer Skype-Konferenz alle Übungsleiter der Volleyball-Spielgemeinschaft aus Wolfratshausen und Geretsried instruiert und die Trainingszeiten aufgeteilt. „Das ist halt momentan nicht möglich, dass man spontan zum Beachvolleyball gehen kann, wenn das Wetter schön ist“, erklärt von Stülpnagel. Es sei aber ohnehin nicht so, „dass jetzt unser gesamter Trainingsbetrieb von der Halle in den Sand verlegt wird“. Interesse angemeldet hätten die Herren I, II und III, dazu die Mixedteams. „Die Damen I zum Beispiel wollen noch abwarten, bis sie wieder in die Halle gehen dürfen“, berichtet der Pressesprecher. Auch für ihre Nachwuchsteams der männlichen und weiblichen Jugend U 16/U 18 sowie die U 14-Mädchen bietet die VSG ab sofort Einheiten im Sand an: „Aber da müssen wir noch abwarten, wie die Resonanz ist, wie es mit der Bereitschaft der Eltern aussieht, ihre Kinder zum Training zu schicken.“ Dennoch sei jetzt schon eine Aufbruchstimmung erkennbar: „Wir freuen uns auf die ersten Bälle im Sand!“

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