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Ein starkes Coemeback feierte Außenangreifer Stefan Richter (weißes Trikot) am jüngsten Spieltag der VSG-Volleyballer.

Volleyball

„Wagenburg-Mentalität“

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Die angeschlagenen Volleyball-Herren der VSG Isar-Loisach haben die Zähne zusammengebissen und  gegen Freising II und Hohenbrunn jeweils mit 3:1 gewonnen. Damit behaupten sie Platz zwei in der Bezirksliga Ost.

Wolfratshausen – Die Volleyballer der VSG Isar-Loisach haben sich im Rennen um die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost zurückgemeldet. Und das einigermaßen überraschend, denn die personellen Voraussetzungen waren keineswegs so rosig, dass man zwei mehr oder weniger deutliche 3:1-Erfolge gegen den SC Freising II und den TSV Hohenbrunn-Riemerling erwarten konnte.

„Es war nicht alles gut, aber alle haben an einem Strang gezogen“, freut sich Bernhard Wilhelm, der von einer „Wagenburg-Mentalität“ seiner Mannschaft sprach. Als besonders wichtig wertete der Teammanager das Mitwirken von Dominik Hölzl, der trotz einer Bänderdehnung im Knöchel den etatmäßigen Zuspieler Thorsten Busch (Auslandsaufenthalt) sehr gut vertrat. „Damit konnten wir einen starken Doppelblock stellen, zumal beide Gegner weitgehend über die Außenpositionen angegriffen haben“, meint Wilhelm.

Ein Lob zollte er auch Dominik Schmidt, der wider Erwarten doch nicht beruflich verhindert war, dem lange Zeit verletzten Stefan Richter bei seinem Comeback und dem angeschlagenen Markus Meinl, der die Zähne zusammenbiss. „Unsere Außenangreifer haben den Unterschied gemacht“, freut sich der VSG-Sprecher.

Im ersten Satz gegen Gastgeber Freising, das zuvor gegen Hohenbrunn mit 1:3 verloren hatte, setzten sich die Wolfratshauser mit 25:19 durch. Einen „Rückfall in alte Zeiten vor Weihnachten“ sah Wilhelm im zweiten Durchgang (14:25). Doch dann hatte sich die Formation gefunden und gewann den dritten Abschnitt mit 25:19. Reine Nervensache war dann Satz Nummer vier, denn die VSG lag mit 24:19 vorne und ließ sich von den Hausherren noch einholen. „Gut, dass Freising beim Stand von 25:24 einen Satzball verschlagen hat. Da hatte ich schon Fracksausen“, sagte der Teammanager nach dem 27:25- und somit 3:1-Sieg.

Ins Hintertreffen gerieten die Wolfratshauser zum Start gegen die zweifelsohne stärkeren Hohenbrunner (20:25). „Dieser Satzverlust war nützlich, denn danach hat sich die Mannschaft richtig gesteigert“, lobte Wilhelm. Die nächsten beiden Durchgänge gingen mit 25:22 und 25:21 an die VSG, auch im engen vierten Abschnitt (25:23) hatten die Gäste stets die Nase vorne. „Das war eines unserer besten Saisonspiele“, jubelte der VSG-Sprecher. Hohenbrunn sei offenbar nicht in Bestbesetzung angetreten, hatte eine „Schwachstelle“ auf der Außenposition. „Außerdem haben wir diesmal auf ihre Mittelangreifer besser aufgepasst“, erinnert Wilhelm an die 1:3-Niederlage im Hinspiel.

Mischt die VSG jetzt wieder um Platz eins mit, der seit Wochen vom MTV München III belegt wird? Der Teammanager zeigt sich skeptisch: „Wir sind auf jeden Fall im Rennen um Platz zwei dabei, aber auf die Schützenhilfe anderer angewiesen.“ Weil der nächste Spieltag erst am 16. Februar (Heimspieltag gegen SV Neuperlach und TuS Holzkirchen) stattfindet, habe man Zeit, die Blessuren auszukurieren. Wilhelm: „Und bis dahin wird sich auch in der Tabelle einiges bereinigt haben.“

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