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Verkauft ab Juni auch in Waldram: Klaus Heininger, Pächter des Edeka am Breslauer Weg in Geretsried.

Ein Stadtteil atmet auf

Waldramer Edeka ist gerettet

Waldram – Die Waldramer können aufatmen: Es wird weiterhin einen Nahversorger geben. Nach langer Suche wurde ein Nachfolger für den jetzigen Pächter des Edeka-Markts gefunden.

Hans-Joachim Freywald schließt seinen Laden Ende Mai. Lange sah es so aus, als müssten die Waldramer ab Juni auf den einzigen Nahversorger ihres Ortsteils verzichten. Jetzt steht jedoch ein neuer Pächter bereit: Klaus Heininger. Der Einzelhandelskaufmann führt bereits seit rund neun Jahren den Edeka-Markt am Breslauer Weg in Geretsried. Dass er ein Risiko eingeht, ist dem 56-Jährigen bewusst.

„Ich weiß, dass der Laden in der letzten Zeit Probleme hatte“, räumt er ein. Laut Freywald schrieb das Geschäft seit sieben Jahren rote Zahlen. Seinen Nachfolger schreckt das nicht ab. „Ich bin überzeugt davon, dass man in Waldram noch so einiges bewegen kann. Sonst würde ich es nicht machen“, zeigt sich Heininger optimistisch.

Eine Möglichkeit, etwas zu bewegen, hat Heininger bereits ausgemacht. „Ich möchte auf jeden Fall eine Frischwarentheke mit Fleisch, Wurst und Käse eröffnen.“ Das Angebot hatte Freywald vor zwei Jahren aus seinem Laden verbannt. Der Grund: Es sei nicht wirtschaftlich. Der neue Edeka-Betreiber Heininger will jedoch schnellstmöglich eine neue Theke installieren. Ob das bereits zur Geschäftsübernahme im Juni geschieht, sei noch nicht abzusehen.

Auch räumlich möchte der Geretsrieder Einzelhändler einige Änderungen vornehmen. Das Mobiliar seines Vorgängers wird Heininger zwar übernehmen. „Aber ich möchte einiges umstellen, verschönern und die Waren ansprechender präsentieren.“ Wenn das Geschäft angelaufen ist, möchte Heininger seine Kunden mit regelmäßigen Aktionen locken. Denkbar seien zum Beispiel Grillaktionen, ein Frischobstverkauf vor der Türe oder ein Steckerlfisch-Grillen. „Ich werde als neuer Pächter auf keinen Fall still bleiben“, verspricht der hochmotivierte Markt-Betreiber.

Ins Rollen kam Heiningers Geschäftsübernahme durch das Engagement des Wirtschaftsreferenten und dessen Stadtratskollegen Manfred Menke (SPD). Heininger: „Die beiden haben mich besucht und mit mir über den Standort gesprochen.“ Heininger, der übrigens seit über zwei Jahren die Waldramer Grundschule mit Obst und Gemüse beliefert, suchte daraufhin das Gespräch mit der Edeka-Gruppe.

Das sagt auch Helmut Forster im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich bin von der Vollzugsmeldung nicht wirklich überrascht.“ Er sei sehr glücklich darüber, dass die 4000 Bürger des südlichsten Stadtdteils Wolfratshausens weiterhin direkt vor ihrer Haustür einkaufen können. Entgegen der Meinung einiger Bürger habe er als Wirtschaftsreferent beim Thema Nahversorgung in Waldram nicht resigniert.

von dominik stallein

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