80 Jahre alter Vorarbeiter: Karlheinz Rauh hatte die Helfer zusammengetrommelt.

Die Helfer schnaufen durch

Waldramer Badehaus: Die Arbeiter kommen gut voran

  • schließen

Waldram – Die großen ehrenamtlichen Aktionen am Rohbau sind beendet. Für die freiwilligen Helfer am Waldramer Kolpingplatz bedeutet das: Sie dürfen durchschnaufen. Aber nur kurz, die nächsten Aufgaben stehen bereits an.

Florian und Thomas Heider, Werner Henschelchen, Dieter Klug, Dr. Sybille Krafft, Karlheinz Rauh, Wolfgang Saal, Dr. Hans Schmidt, Harald Stebner, Bernd Steuer, Wolfgang und Andreas Weinert: Sie alle entschieden sich an diesem heißen Sommertag gegen einen Schwimmbadbesuch und für die schweißtreibende Arbeit auf der Baustelle. Zwölf Mitglieder des Vereins Bürger fürs Badehaus Föhrenwald-Waldram waren dem Aufruf von Karlheinz Rauh gefolgt, dem 80 Jahre alten unermüdlichen Vorarbeiter.

Nach wenigen Minuten hatten sich die Teams perfekt aufeinander eingestellt. Eine Gruppe füllte einen zehn Kubikmeter fassenden Container mit allerlei Schutt. Dabei musste Präzisionsarbeit geleistet werden, um alles exakt zu stapeln und zu schichten, „sonst hätten wir keine Chance gehabt, die vielen ausgebauten Fensterflügel, Fensterstöcke und Fensterläden unterzubringen“, sagt Karlheinz Rauh rückblickend. Auch ein paar Türen mussten in dem Container untergebracht werden.

Die zweite Gruppe war fürs Gröbere abgestellt und nahm sich den Ausbau der letzten Fensterstöcke im Gartengeschoss vor. Die Helfer waren bereits eingespielt, schließlich hatten sie an den vorangegangenen Arbeitssamstagen schon fast 30 Fenster ausgebaut. Zuerst musste der Putz um den Fensterstock herum mit zwei Pneumatik-Hämmern entfernt werden, um die Fensterlaschen aus dem Mauerwerk ziehen zu können. Dann wurde der Fensterstock durch vier Schnitte mit einem Elektro-Fuchsschwanz in vier Teile geteilt. Mit Brecheisen und Vorschlaghammer wurden die Einzelteile dann gefühlvoll aus ihrer Verankerung gebrochen, ohne die äußere Leibung zu beschädigen. Dies war ein dringender Wunsch der Bauleitung, damit man später die neuen Fenster exakt anschlagen kann. Nach den Holzfenstern wurden mit ähnlicher Taktik alle aus Stahl gefertigten Kellerfenster ausgebaut.

Nach einer kurzen, wohlverdienten Pause am schattigen Kolpingplatz mit Catering durch den einzigen weiblichen Bauhelfer, Vereinsvorsitzende Dr. Sybille Krafft, kamen die letzten Türen an die Reihe. Mit dem Läuten der Mittagsglocken war alles geschafft. Schließlich sollten die lärmgeplagten Nachbarn ein ruhiges Restwochenende genießen.

„Wir haben heute einen Meilenstein erreicht.“ So kommentierte Karlheinz Rauh das Ende der großen ehrenamtlichen Aktionen am Rohbau. Sicher werde noch das eine oder andere kommen. „Verglichen mit dem, was hinter uns liegt, werden wir das aber mit links machen. Wir sind sehr glücklich.“

Ihren nächsten großen Einsatz haben die Ehrenamtlichen beim Verkleiden des Dachstuhls. Und nachdem eine Fachfirma sich um das Verputzen gekümmert hat, greifen Karlheinz Rauh und die anderen Helfer zum Pinsel: Dann stehen Malerarbeiten an.  Schließlich soll die Erinnerungs- und Begegnungsstätte im einstigen Badehaus Silvester 2017 eingeweiht werden.

Info: Helfer für den Innenausbau werden dringend gesucht. Alle Infos gibts im Internet: www.badehauswaldram.de

fla

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

19-jähriger Afghane greift Landsmann (17) mit Messer an
Mit einem Messer hat ein 19-jähriger Afghane einen zwei Jahre jüngeren Landsmann am Samstagmittag in Eurasburg angegriffen. Beamte der Polizeiinspektion Wolfratshausen …
19-jähriger Afghane greift Landsmann (17) mit Messer an
Erneut Einbrüche in Werkstätten
Vor wenigen Tagen stahlen bislang unbekannte Täter zwei Motorsägen aus einer Werkstatt in Buchberg. Nun meldet die Polizei weitere Einbrüche und Einbruchsversuche in dem …
Erneut Einbrüche in Werkstätten
Was lässt sich aus einem alten Maibaum machen, Herr Griesbeck?
Fast vier Jahre zierte ein Maibaum den Eurasburger Dorfplatz. Heuer gibt es einen neuen, der von den Burschen gut bewacht wird. Aber was passiert mit dem alten Stamm?
Was lässt sich aus einem alten Maibaum machen, Herr Griesbeck?
Anwohner der Ziegelei haben gewichtiges Problem
Die Anwohner der Ziegelei fordern die Ertüchtigung der Kanalbrücke. Eigentlich kein unerfüllbarer Wunsch, doch weder die Stadt noch EON fühlen sich zuständig.
Anwohner der Ziegelei haben gewichtiges Problem

Kommentare