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Die Flagge in der Hand, den Diercke im Gepäck: Felix Wach hat ein großes Abenteuer vor sich: ein Freiwilliges Soziales Jahr auf den Philippinen.

Waldramer geht für ein Jahr auf die Philippinen

Weltenbummler zieht wieder los

Wolfratshausen - In den USA und in Italien hat er bereits gelebt. Nun wartet das nächste Abenteuer auf Felix Wach. Der 24-jährige Wolfratshauser arbeitet ab August freiwillig für ein Jahr an der Gamot Cogon Waldorfschule auf den Philippinen.

Auf dem asiatischen Inselstaat wartet eine spannende Zeit auf den Waldramer. „Ich werde Englisch unterrichten, einen Basketballkurs leiten und die Kindergartenkinder betreuen.“ Auch Hausmeisterarbeiten gehören zu Wachs Aufgabengebieten. Vor allem auf den Sportkurs freut sich der begeisterte Basketballer. „Den habe ich schon in der Schule angeboten.“ Der Waldramer spielte für die Mannschaft der DJK und in Germering. Die Philippinen waren nicht von Anfang an sein Traumziel. „Ich wollte eigentlich nach Afrika“, sagt der Weltenbummler. Als er sich über Freiwilligendienste informierte, stieß er auf den Staat im Pazifik. „Ich habe mich ein wenig über die Schule schlau gemacht und fand, dass das ein tolles Konzept ist.“

Die Gamot Cogon ist nach den Lehren Rudolf Steiners aufgebaut, dem Begründer der Waldorfpädagogik. Rund 200 Heranwachsende – vom Kindergartenalter bis zur zwölften Klasse – lernen an der Schule. Das Besondere: Die Einrichtung wird komplett über Spenden finanziert. Wohlhabende Familien ermöglichen durch ihren Beitrag, dass auch ärmere Kinder den gleichen Zugang zu Bildung bekommen.

Einen Unterricht, wie Wach ihn aus seinem Tourismusmanagement-Studium in den USA oder seiner Schullaufbahn kennt, wird es dort nicht geben. „An der Gamot Cogon wird viel mehr Wert auf kreative Fähigkeiten gelegt.“ Zur Schule gehören fünf Hektar Land, ein Großteil des Unterrichts findet im Freien statt.

Wie sich Felix Wach auf sein Jahr im über 10 000 Kilometer entfernten Inselstaat vorbereiten soll, weiß er nicht so recht. „Jede der über 7000 Inseln der Philippinen spricht einen eigenen Dialekt.“ Ein Sprachkurs oder ein Wörterbuch helfen dem Waldramer also nicht weiter. „Die meisten dort sprechen aber Englisch“, weiß Wach. Für ihn ist das keine Hürde. Wach studierte über drei Jahre in den USA und jobbte anschließend in einem Café in New York.

Es war nicht sein einziger längerer Auslandsaufenthalt: Nach seiner Zeit in den Vereinigten Staaten zog es Wach bald wieder in die Ferne. Er suchte sich eine Babysitter-Stelle in Italien und verbrachte dort einige Monate. Kulturell wird das Jahr im einzigen christlichen Land Asiens eine ganz neue Erfahrung. „Ich habe keine Berührungspunkte mit der Kultur.“ Seine bislang wichtigste Quelle ist seine Tante. „Die war schon auf den Philippinen und hat mir einiges erzählt.“ In den Ferien möchte er einige Inseln des Landes bereisen.

Um das Auslandsjahr zu finanzieren, ist der Waldramer auf Spenden angewiesen. Die Hälfte der Kosten nübernimmt der Verein „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. 3300 Euro fehlen Felix Wach aber noch für sein soziales Jahr in Südostasien. Mit einem Benefizbasketball-Turnier in Waldram möchte er einen Teil davon finanzieren (siehe Kasten). Für den Rest setzt der Waldramer auf Spenden. Falls etwas übrig bleibt, will er das karitativen Vereinen zukommen lassen. Damit werden dann Freiwilligendienste in den kommenden Jahren gefördert.

Dominik Stallein

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