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Problemzone: An dieser Stelle an der Waldramer Schule entstehen immer wieder brenzlige Situationen.

Stadträtin Dr. Ulrike Krischke präsentiert Drei-Punkte-Plan

Waldramer Schulweg soll sicherer werden

Waldram – Für Waldramer Schüler gibt es drei Problemzonen, sagt Stadträtin Dr. Ulrike Krischke. Sie präsentiert deswegen einen Drei-Punkte-Plan für mehr Sicherheit.

Noch schnell den Schulranzen vom Rücksitz genommen, dann stürmt der Schüler vom elterlichen Auto aus Richtung Schuleingang. Auf die Gegenfahrbahn achtet er nicht. Der Grundschüler hat Glück: Ihm kommt kein Wagen entgegen. Solche brenzligen Situationen ereignen sich täglich an der Waldramer Grundschule. Stadträtin Dr. Ulrike Krischke hat davon genug. Auf der Monatsversammlung der Bürgervereinigung Wolfratshausen stellte sie einen Drei-Punkte-Plan vor, wie der Schulweg zur Grund- und Mittelschule in Waldram für die Heranwachsenden sicherer gestaltet werden könnte. Zusammen mit einigen Mitgliedern des Elternbeirate und dem Hausmeister der Schule habe sie den Plan ausgearbeitet, erläuterte die zweifache Mutter. Bei den Gesprächen seien „drei Punkte herausgestochen“.

Problemzone Nummer eins: die Kreuzung Kardinal- Wendel-/Steinstraße. „Auf der einen Seite gibt es überhaupt keinen Bürgersteig, auf der anderen ist er nur sehr schmal“, erläuterte Krischke. Außerdem wächst eine Hecke auf weite Teile des Trottoirs. Die Folge: „Weil kaum Platz ist, sausen die Kinder mit ihren Rollern vom Gehsteig auf die Straße.“ Dort fahren kurz vor Schulbeginn viele Autos – das Unfallrisiko steigt. Krischke: „Eine mögliche Lösung wäre, den Gehsteig zu verbreitern.“ Außerdem müsse die Hecke gestutzt werden, damit die Kinder nicht auf die Straße ausweichen müssen.

Problemzone Nummer zwei: die Parkplatzzufahrt. Auf dem Weg zum schuleigenen Parkplatz an der Rückseite des Gebäudes gibt es gleich zwei Gefahrenherde. Zum einen müssen Autofahrer von der Steinstraße in einer schwer einsehbaren 90-Grad-Kurve fahren. Wer die Straße nicht kennt, landet schnell in dem Verkehr, der aus einer Einbahnstraße kommt. Zum anderen bringen einige Eltern ihre Kinder mit dem Auto an diese Kreuzung. Von dort aus müssen die Kleinen über die morgens viel befahrene Straße. Letzteres Problem ist bereits gelöst. „Die Eltern können die Schüler jetzt hinter der Schule auf dem Parkplatz herauslassen.“ Die Hintertüren der Waldramer Grundschule waren zuvor vor Schulbeginn geschlossen. Um die Autofahrer künftig deutlicher auf die Einbahn-Regelung hinzuweisen, regte Krischke an, das bereits vorhandene Schild um einige Meter zu versetzen oder gar ein neues Schild an prominenterer Stelle anzubringen.

Problemzone Nummer drei: die Bundesstraße. Einige Jugendliche kommen mit dem Bus zur Schule. Ein Teil davon steigt an der Haltstelle an der Brücke aus, die über die B 11 führt. Auch einige Waldramer Schüler, die zum Beispiel das Gymnasium in Geretsried besuchen, fahren täglich mit dem Bus. Um an die Bushaltestelle in Geretsrieder Richtung zu kommen, müssen sie zwei Ausfahrten zur Bundesstraße überqueren. „Das ist eine Gefahrenzone“, warnt Krischke. Einige Autofahrer würden unvorsichtig fahren, wenn sie auf der Brücke keine Fußgänger sehen. Die Bürgervereinigungsstadträtin regte einen Zebrastreifen zur Bushaltestelle an, um das Risiko eines Unfalls zu verkleinern. Ihre Lösungsvorschläge möchte die Wolfratshauserin demnächst als Antrag im Stadtrat einreichen.

dst

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