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„Miteinander für mehr Zeit für uns“: Rund 50 Mitarbeiter legten am Donnerstag bei der Firma Weber die Arbeit nieder. 

Mit Trillerpfeifen für mehr Lohn

Warnstreik bei Weber Schraubautomaten

Rund 50 Mitarbeiter der Schraubautomatenfirma Weber folgten am Donnerstag dem Streikaufruf der IG Metall Weilheim. Sie wollen ihre Wochenstunden reduzieren können.

Wolfratshausen  Vor dem Werkstor am Hans-Urmiller-Ring demonstrierten sie mit Trillerpfeifen und Tröten für mehr Lohn und gerechtere Arbeitszeiten. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sechs Prozent mehr Lohn sowie das Recht, dass einzelne Mitarbeiter ihre Arbeitszeit befristet auf bis zu 28 Stunden pro Woche reduzieren können. Schichtarbeiter, Eltern und Pflegende sollen zudem einen Ausgleich für ihren Lohnausfall erhalten. Die Arbeitgeber haben bisher zwei Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 200 Euro angeboten.

Udo Schulz, Fachsekretär bei der IG Metall Weilheim, reicht das nicht aus. „Der Wirtschaft geht es so gut wie nie, und die Arbeitnehmer spüren nichts davon“, klagt er. Bereits am Montag erfuhr Schulz bei einem Gespräch mit dem Betriebsrat der Firma Weber, dass deren Auszubildende nur befristet übernommen werden. „Wer Fachkräfte gewinnen will, muss ihnen Arbeitszeiten anbieten, die zu ihrem Leben passen“, fordert Schulz. Christian Bindl, Betriebsseelsorger beim Erzbistum München und Freising, sieht das genauso. „Wir leben in einer Zeit, in der sich Privatleben und Familie immer schwerer vereinbaren lassen.“ Jürgen Wieder, Betriebsratsvorsitzender bei Weber, glaubt, dass auch die Arbeitgeber von einem neuen Tarifvertrag profitieren könnten. „Die vorgeschlagenen Änderungen werden zuerst immer scharf kritisiert“, sagte er. „Erst nach dem Abschluss merken die Arbeitgeber, dass die neuen Regelungen auch für sie gut sind.“ ph

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