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Vom Lehr- zum Leerbecken: Seit Mitte 2016 ist das Schwimmbad in der Weidacher Grundschule geschlossen. Eine Sanierung würde 2,5 Millionen Euro kosten.

Sanierung oder gar ein Neubau?

Was passiert mit dem Weidacher Lehrschwimmbecken?

Neben dem interkommunalen Hallenbad in Geretsried plädiert Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner für eine weitere Schwimmfläche in seiner Stadt. Denkbar sind  die Sanierung des Weidacher Bads oder ein Neubau an der Schule.

Wolfratshausen – Mit finanzieller Beteiligung der Stadt Wolfratshausen entsteht derzeit in Geretsried das interkommunale Hallenbad für den Nordlandkreis. Unabhängig davon sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner: „Ich halte Schwimmflächen in Wolfratshausen für notwendig.“ Für Senioren, Schulklassen und Rettungsorganisationen soll nach seinen Worten künftig wieder eine Wasserfläche in der Loisachstadt zur Verfügung stehen. „Das interkommunale Bad in Geretsried wird nämlich nicht ausreichen, um den gesamten Bedarf abzudecken“, glaubt Heilinglechner.

Das bestehende Lehrschwimmbecken in Weidach ist seit über zweieinhalb Jahren geschlossen – und müsste aufwendig saniert werden. Der Stadtrat hat neben dieser 2,5 Millionen Euro teuren Variante noch eine zweite Möglichkeit: In einen Neubau auf dem Grundstück der Schule am Hammerschmiedweg könnte ein Schwimmbecken integriert werden. Eine Entscheidung steht noch aus.

Der Schulleiter der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg, Frank Schwesig, würde einen Neubau begrüßen. „Ein Schwimmbecken auf dem Schulgrundstück wäre für uns ein Riesengewinn“, sagt er. Statt Sportunterricht in der Turnhalle könnte die Schule mit einem Neubau auch Schwimmstunden im eigenen Haus anbieten. „Derzeit ist das ein großer zeitlicher und organisatorischer Aufwand“, so Schwesig. Schulklassen, die zum Schwimmen möchten, müssen mit dem Bus zum Ascholdinger Hallenbad fahren. „Dadurch fallen jedes Mal mindestens 30 Minuten der Doppelstunde weg“, rechnet der Rektor vor. Deutlich effektiver könne man die Zeit nutzen, wenn das Bad für die Schüler fußläufig erreichbar ist. Das sei zwar auch am Standort in Weidach möglich. „Schwimmflächen am Hammerschmiedweg wären aber eine deutliche Erleichterung für die gut 500 Kinder und Jugendlichen, die hier zur Schule gehen.“

Auch der Schulentwicklungs-Referent des Stadtrats, Fritz Meixner (SPD), präferiert einen Neubau. Perspektivisch hält er diese Entscheidung für sinnvoller, „denn die Schule am Hammerschmiedweg wird irgendwann vierzügig“. Die Schülerzahl könnte sich also nochmals deutlich erhöhen. „Da wäre eine Lösung, die direkt vor Ort ist, die bessere.“ Laut Meixner spricht noch ein weiterer Aspekt für diese Variante: Das Lehrschwimmbecken in Weidach könnte zwar laut aktueller Schätzung für 2,5 Millionen Euro saniert werden. „Dann renovieren wir aber ein Bad, das in einer alten Gebäudehülle steckt, und wissen nicht welche Kosten zusätzlich auf uns zukommen.“

Einen Neubau würde auch Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) begrüßen, er sieht das „als sinnvollere Lösung“. Die Entscheidung liege aber beim Stadtrat. Laut Heilinglechner sollen beide Varianten – also Neubau und Sanierung – vor einem Beschluss detailliert gegenübergestellt werden.

Das über 45 Jahre alte und acht mal zwölf Meter große Becken in der Weidacher Schule war in der Vergangenheit regelmäßig aufgrund technischer Probleme geschlossen. Seit Mitte 2016 ist die Einrichtung ganz zu. Ein Ingenieurbüro aus Baldham im Landkreis Ebersberg hatte Mitte 2017 im Auftrag der Stadt die Kosten für eine Modernisierung auf gut 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Abhängig davon, wie teuer ein Neubau wäre, ist auch denkbar, dass es künftig keine Schwimmfläche mehr in der Loisachstadt geben würde. „Möglich ist das“, sagt Heilinglechner, „aber das wäre sehr schade.“

dst

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