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Wolfratshausen darf sich „fahrradfreundliche Kommune“ nennen. Trotzdem bleibt viel zu tun. 

Nachhaltige Mobilität 

Was die Stadt Wolfratshausen alles für Fahrradfaher getan hat - und weiter tun wird

In Wolfratshausen passiert viel, damit Fahrradfahrer schnell und sicher ans Ziel kommen. Bauamtsleiterin Susanne Leonhard gab kürzlich einen Rück- und Ausblick. 

Bauamtsleiterin Susanne Leonhard macht sich seit vielen Jahren für die Interessen der Fahrradfahrer in Wolfratshausen stark. 

Wolfratshausen – Susanne Leonhard ist am liebsten mit dem Drahtesel unterwegs. Die Bauamtsleiterin setzt sich seit Jahren für eine Stärkung der Radfahrer im Wolfratshauser Verkehr ein. Dass die Kommune im Herbst 2018 offiziell das Siegel „fahrradfreundliche Kommune“ erhalten hat, geht – das betonen Radfahrer und Kommunalpolitiker regelmäßig – vor allem auf Leonhards Engagement zurück.

In ihrem Jahresbericht musste die Bauamtsleiterin allerdings einräumen, dass in den vergangenen zwölf Monaten „nicht alles umgesetzt werden konnte, was geplant war“. Fortschritte gibt es dennoch, genau wie weitere Pläne für mehr Fahrradfreundlichkeit. Vor allem in puncto Schutzstreifen kam die Kommune nur einen kleinen Schritt vom Fleck: Der bestehende Streifen an der Pfaffenrieder Straße wurde verlängert, an den Ampeln am Moosbauerweg und der Margeritenstraße wurden Aufstellflächen geschaffen. Ein Modellprojekt, ein einseitiger Schutzstreifen an der Sauerlacher Straße, musste man dagegen aufschieben. Es soll heuer umgesetzt werden.

Beleuchtete Radständer für den Bahnhof

An weiteren Hauptverkehrsstraßen in Wolfratshausen finden sich bislang keine Radmarkierungen. Die sollen allerdings geprüft werden. Auf Antrag der Grünen im Stadtrat soll überprüft werden, an welchen Ampeln im Stadtgebiet man Aufstellflächen schaffen kann. Weil fast alle Ampelkreuzungen in der Loisachstadt an sogenannten qualifizierten Straßen stehen, „werden das Landratsamt und das Staatliche Bauamt Weilheim einbezogen“, sagt Leonhard. Auch die Polizei und der ADFC würden beteiligt.

Eine weitere große Maßnahme steht am S-Bahnhof an: 500 beleuchtete, überdachte Radständer sollen die in die Jahre gekommenen Abstellflächen an der Sauerlacher Straße ersetzen. 160 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan bereit, zudem rechnet die Stadt mit Fördermitteln für das Projekt. Es sollte eigentlich im vergangenen Jahr umgesetzt werden, wurde dann auf 2020 verschoben.

Ein Erfolgsprojekt des vergangenen Jahres will die Stadt fortführen: Das Förderprogramm „Nachhaltige Mobilität“, das Bürger beim Kauf von Pedelecs und Lastenrädern finanziell unterstützt, stieß auf großes Interesse. Die Fördergelder in Höhe von 80 000 Euro wurden „bereits kurz nach den Sommerferien“, also im September 2019, komplett ausgeschöpft, wie Leonhard berichtete. In diesem Jahr stehen 100 000 Euro für das Programm zur Verfügung, das CSU-Stadtrat Alfred Fraas initiiert hatte. Dominik Stallein 

Lesen Sie auch: Warum die Flößer kaum mehr Hoffnung für die Saison 2020 haben

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