Ex-1860-Präsident Dieter Schneider gestorben

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1969 gründete Josef Streit zusammen mit fünf Gleichgesinnten den neuen Ortsverein. 

Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG)

Ein Wasserretter der ersten Stunde

Wolfratshausen - Seit 50 Jahren ist der Wolfratshauser Josef Streit Mitglied der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Den Ortsverband Schäftlarn-Wolfratshausen gab es damals noch gar nicht. Dieser wurde 1969 gegründet.

Da staunten die DLRG-Mitglieder nicht schlecht: Bei der Ortsverbandsversammlung wurde Josef Streit für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Und das, obwohl der Ortsverband Schäftlarn-Wolfratshausen selbst erst seit knapp 47 Jahren besteht. Des Rätsels Lösung: Streit war in Mannheim beigetreten, und den dortigen Verein gab es schon länger. „Ich habe mich in Mannheim bei der Bundeswehr verpflichtet und musste den Grundschein der DLRG ablegen. Deshalb bin ich 1966 dort eingetreten“, erklärt der 76-Jährige Wolfratshauser.

Als Soldat wurde Streit nach München versetzt

Zwei Jahre später wurde der Berufssoldat nach München versetzt. „Zum Glück haben wir gleich eine Wohnung in Wolfratshausen gefunden“, erzählt er. 1969 gründete er mit fünf Gleichgesinnten den neuen Ortsverband: „Mit 41 Mitgliedern haben wir angefangen.“ Einige seien schon vor dem Zweiten Weltkrieg bei der DLRG gewesen; während des Naziregimes wurde der Verband jedoch aufgelöst.

Die ersten Schwimmkurse fanden im alten Gabriel-Bad statt

Die ersten Schwimmkurse fanden im privaten Gabriel-Bad in der Alten Beuerberger Straße statt, erinnert sich Streit. Als technischer Leiter war er bis in die 1990er Jahre für die Organisation der Schwimmausbildung zuständig: „Nachdem das Gabriel-Bad 1973 geschlossen wurde, ging es im Lehrschwimmbecken in Weidach und im Ascholdinger Hallenbad weiter.“ Ab 1970 schob er in den Sommermonaten außerdem Wasserrettungsdienst am Starnberger See, „mindestens jedes zweite Wochenende, viele Jahre lang“. Oft waren seine Frau und seine zwei Söhne mit dabei. Pächter des Badeplatzes am Karniffelbach war anfangs noch der ADAC; ein ausgemusterter Wohnwagen diente als Rettungsstation.

Die schönsten Erinnerungen? Die Seepferdchen!

Als seine erfreulichsten Erlebnisse bei der DLRG empfand er es, wenn Rettungsschwimmer ihren Grundschein bestanden oder Kinder ihr „Seepferdchen“ abgelegt hatten. Wie viele das in all den Jahren waren, weiß er nicht mehr: „Darüber hab ich nie Buch geführt.“ Selbst aktiv ist Josef Streit seit einigen Jahren nicht mehr bei der DLRG: „Das haben Jüngere übernommen“, sagt der ehemalige Bundeswehroffizier ohne jede Wehmut. Passives Mitglied wolle er aber immer bleiben. Länger dabei zu sein, als der Ortsverein besteht – das kann ihm ohnehin niemand mehr nehmen. Clara Wildenrath

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