Zeigt Flagge: Die Weber Schraubautomaten GmbH investiert kräftig am Standort Wolfratshausen.
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Zeigt Flagge: Die Weber Schraubautomaten GmbH investiert kräftig am Standort Wolfratshausen.

„ein klares Bekenntnis zum Standort Wolfratshausen“

Weber Schraubautomaten erweitert Firmensitz in Wolfratshausen: Das ist geplant

  • Carl-Christian Eick
    VonCarl-Christian Eick
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Weber Schraubautomaten will seinen Firmensitz in Wolfratshausen ausbauen. Das sei ein klares Bekenntnis zum Standort, sagt der Geschäftsführer.

Wolfratshausen – Karl Bujnowski, Geschäftsführer bei Weber Schraubautomaten, hatte es im Herbst vergangenen Jahres in unserer Zeitung bereits angekündigt: „Wir werden in den kommenden Jahren unsere Kapazitäten deutlich erweitern und planen den Anbau einer zusätzlichen Fabrikhalle inklusive neuer Büros.“ Zeitnah können Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Bauausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung die Erweiterung der Weber-Firmenzentrale, die Vergrößerung der Montagehalle sowie den Bau eines Parkhauses am Hans-Urmiller-Ring einstimmig befürwortet.

Das mittelständische Familienunternehmen, gegründet 1956, zählt seit Jahren zu den Marktführern im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Anlagen zur Automatisierung von Verbindungs- und Fügeprozessen. 260 Frauen und Männer sind in der Flößerstadt beschäftigt, dazu kommen rund 100 Mitarbeiter weltweit. Jährlich verlassen laut Firmenangaben mehr als 1000 Maschinen und Systeme die Fertigungsstätten.

Im vergangenen Jahr verdoppelte die Weber Schraubautomaten GmbH ihr Stammkapital von bis dato gut fünf auf mehr als zehn Millionen Euro. Die Erhöhung des Stammkapitals sei zum einen „ein klares Bekenntnis zum Standort Wolfratshausen“, betonte Geschäftsführer Bujnowski. Zum anderen sei es Ausdruck „einer äußerst soliden Wirtschaftsbasis des Unternehmens“.

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Nun also rollen die Bagger an. Der bestehende, zweigeschossige Verwaltungsbau soll um zwei Geschosse aufgestockt sowie durch einen viergeschossigen Anbau verlängert werden, die Produktionshalle soll erweitert werden. Laut Bauantrag reicht die vorhandene, rund 3100 Quadratmeter umfassende Montagehalle nicht aus, um künftig alle Kundenaufträge erfüllen zu können. Die Halle darf laut Beschluss des städtischen Fachgremiums in Richtung Süden um zirka 2500 Quadratmeter erweitert werden. „Die künftige Höhe der Produktionshalle – alt beziehungsweise neu – wird zirka 8,55 Meter betragen und mit einem Flachdach versehen“, ergänzte Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard.

Mit 10:0 Stimmen sagte der Bauausschuss „Ja“ zu dem darüber hinaus beantragten Neubau eines Parkhauses auf dem Firmengelände. 218 Pkw finden darin einen Platz – und 56 Fahrräder können in dem Neubau, geschützt vor Wind und Wetter, abgestellt werden. Sowohl für Elektroautos als auch für Elektrofahrräder würden im Parkhaus Ladestationen zur Verfügung stehen, antwortete Leonhard auf Nachfrage von Grünen-Fraktionschef Dr. Hans Schmidt.

„Geplant ist ein Parkhaus, das anstelle des vorhandenen Parkplatzes im nördlichen Teil des Grundstücks errichtet werden soll“, erläuterte Leonhard. Der Bauherr plane ein viergeschossiges Gebäude mit einer fünften, offenen Parkebene auf dem Dach. Befürchtungen von Grünen-Sprecher Schmidt, dass das Parkhaus über die B11 angefahren werden könnte, entkräftete Leonhard mit einem kategorischen „Nein“.

„Wir begrüßen es sehr, dass ein international agierendes Unternehmen eine für unsere Stadt optimale Lösung gesucht hat“, sagte CSU-Fraktionschef Günther Eibl mit Blick auf das Parkhaus. „Sehr löblich“, pflichtete ihm der Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung, Josef Praller, bei. „Andere brauchen länger für ein Parkhaus“, merkte Praller an. Er gehe davon aus, dass das Projekt der Stadt, auf dem Hatzplatz ein Parkhaus errichten zu lassen, „nach den Sommerferien“ konkrete Formen annimmt.

cce

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