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In die Jahre gekommen: Der TÜV Süd hat bereits 2006 bemängelt, dass die Beckenwasser-Aufbereitung in wesentlichen Punkten nicht der DIN-Norm entspricht. Der TÜV empfahl eine „grundlegende Sanierung“ – seit Sommer 2016 ist das Lehrschwimmbad in Weidach geschlossen.

Modernisierung nötig

Weidacher Bad bleibt zu

Die Modernisierung kostet nach Expertenschätzung gut 2,5 Millionen Euro: Das ist viel Geld für das Weidacher Lehrschwimmbad in Weidach. Der Stadtrat muss über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wolfratshausen– Das mehr als vier Jahrzehnte alte Lehrschwimmbad in Weidach ist seit Sommer 2016 geschlossen. Wie berichtet sind einige technische Anlagen ausgefallen. Mittlerweile hat das Ingenieurbüro Wach aus Baldham (Landkreis Ebersberg) im Auftrag der Stadt die Kosten für die Modernisierung des Bads geschätzt. Summa summarum sind das gut 2,5 Millionen Euro, berichtete Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Dienstagabend den Stadträten. Eine Entscheidung traf das Gremium nicht.

„Das Weidacher Lehrschwimmbad stand 44 Jahre den Schulen und den Erwachsenen zum Erlernen des Schwimmens zur Verfügung“, erläuterte der Rathauschef. Die Technik und die „raumbildenden Ausbauten“ hätten in der Regel nach 30 Jahren die Grenzen der Funktionsfähigkeit erreicht. Laut Ingenieurbüro sei die Erneuerung „nach einer derartigen Zeitspanne notwendig“. Die Rohbausubstanz dagegen könne durchaus 60 Jahre genutzt werden.

Ertüchtigung wäre möglich

Die Kostenschätzung der Experten beläuft sich auf exakt 2.511.09,20 Euro brutto. Die Ertüchtigung und Modernisierung sei prinzipiell möglich – „aber es sind weiterreichende Ergänzungen erforderlich“, so der Bürgermeister. Zum Beispiel müssten Umkleiden, Duschen und WC-Bereiche für beide Geschlechter geschaffen werden. Und: Die Technikkomponenten, die heute laut DIN-Vorschrift für die Aufbereitung des Wassers erforderlich sind, können laut Studie in dem bestehenden Gebäude in Weidach nicht untergebracht werden. Dasselbe gilt für die Heizung sowie die Lüftung. „Erforderlich ist dafür eine unterirdische Erweiterung in Richtung Norden“, erläuterte Heilinglechner. Das wäre technisch kein Problem, aber mit einem entsprechenden Kostenaufwand verbunden. Unterm Strich eben gut 2,5 Millionen Euro brutto.

Das Ingenieurbüro Wach stellte die Stadträte vor eine grundsätzliche Entscheidung: „Ist das Bäderangebot am Standort Weidach für die Schulen und für den Schwimmbetrieb von Erwachsenen erforderlich?“ Diese Frage konnten die Räte am Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung nicht beantworten. Denn es existiert die Idee, im Zuge des Ausbaus und der Modernisierung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg genau dort ein Schwimmbad zu bauen. Nur so viel konnte der Bürgermeister schon sagen: „Bis zur Entscheidung, ob ein Ersatzschwimmbad in der Machbarkeitsstudie der Grund- und Mittelschule Wolfratshausen realisiert werden kann, bleibt das Lehrschwimmbecken Weidach geschlossen.“ Sollte am Hammerschmiedweg ein Bad gebaut werden, müsse über die weitere Nutzung des Gebäudes in Weidach beraten werden, kündigte Heilinglechner an. Carl-Christian Eick

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