Computergrafik Feuerwehrhaus Weidach.
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2,6 Millionen Euro investiert die Stadt Wolfratshausen ist die Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Weidach.

Einstimmiges Votum des Stadtrats

Weidacher Feuerwehr: Dafür stellt der Stadtrat 2,6 Millionen Euro bereit

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Der Beschluss fiel einstimmig aus: Das Feuerwehrgerätehaus im Wolfratshauser Stadtteil Weidach wird modernisiert und erweitert.

Wolfratshausen – Nach der Beschlussempfehlung des Bauausschusses war es für den Stadtrat quasi nur eine Formsache: Mit 23:0 Stimmen genehmigte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Weidach. Die Kostensteigerung von knapp 175 000 Euro (rund sieben Prozent) gegenüber der Kostenschätzung vom Oktober vergangenen Jahres nahmen die Bürgervertreter widerspruchslos zur Kenntnis. Unterm Strich schlägt die Maßnahme nun mit rund 2,6 Millionen Euro zu Buche.

Das Bestandsgebäude platzt aus allen Nähten

Das Bestandsgebäude in Weidach wurde im Jahr 1996 errichtet und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Das bekamen die Stadträte 2017 im Feuerwehrbedarfsplan, erstellt von Ingenieur Stephan Rudolph, schwarz auf weiß. Mit der Planung der Erweiterung und Modernisierung beauftragt hatte das Gremium den Bauingenieur und Kommandanten der Weidacher Wehr, Robert Buxbaum. Der hatte die Notwendigkeit der Investition bei der Präsentation seines Entwurfs unter anderem mit dem Hinweis auf mangelhaften Unfall- und Gesundheitsschutz begründet. Und: Das Gerätehaus platzt aus allen Nähten, die Lagerräume sind vollgestopft, im Alarmfall müssen sich die Freiwilligen durch gefährlich enge Gänge zwängen.

Woher rührt die Kostensteigerung?

Buxbaums Entwurf, dem der Bauausschuss im Dezember 2020 zustimmte, sieht einen Anbau mit drei Geschossen vor. Im Erdgeschoss wird die Fahrzeughalle um zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge erweitert, zudem entstehen ein Trakt mit Umkleiden, nach Geschlechtern getrennten Toiletten und ein sogenannter Alarmraum. Im Obergeschoss sollen ein Lehrsaal, Büro sowie ein Multifunktionsraum entstehen. Die Objektplanung Buxbaums sieht darüber hinaus eine Dachterrasse vor. Diese sei „kein Luxus“, betont Buxbaum gegenüber unserer Zeitung. Die Terrasse sei der Dachgestaltungssatzung der Stadt geschuldet – und sie sei auch nicht der Grund für die Kostensteigerung. Diese erklärt der Bauingenieur mit der seit Dezember erfolgten vertieften Planung, vor allem aber mit der „Anpassung der bisherigen Kostenschätzung an die aktuelle Entwicklung der Baupreise“. (cce)

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