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Stehen an der Spitze der Freien Wähler im Landkreis: (v. li.) Die stellvertretenden Vorsitzenden Vera Kraus und Moritz Sappl und die Vorsitzende Susanne Merk sowie Peter Goepfert (Kassier), Michael Lindmair (Beisitzer), Anja Baumgartner (Schriftführerin) und Fritz Koch (Beisitzer).

Jahresversammlung der Freien Wähler

Wie der Landrat auf seine Amtszeit blickt

Bad Tölz-Wolfratshausen - Landrat Josef Niedermaier sieht es als Verdienst seiner Amtszeit, dass der Landkreis die Schulden in den Griff bekommen hat. Das Zerwürfnis mit dem Königsdorfer Bürgermeister Anton Demmel bedauert er. 

Bad Tölz-Wolfratshausen– Die alte Führung der Freien Wähler (FW) im Landkreis ist auch die neue. Alle Mitglieder der bisherigen Vorstandschaft stellten sich in der Jahresversammlung am Mittwochabend in der Heilbrunner Reindlschmiede zur Wiederwahl und wurden mit 100 Prozent der Stimmen in ihren Ämtern bestätigt. Damit werden die Vorsitzende Susanne Merk und ihre beiden gleichberechtigten Stellvertreter Vera Kraus und Moritz Sappl die Gruppierung auch in die Kommunalwahlen 2020 führen. Merk: „Ich freue mich, dass die bewährte Mannschaft wieder startbereit ist. Wir haben bislang gut zusammengearbeitet. Bis zur nächsten Kommunalwahl wartet viel Arbeit auf uns.“

In seinem Bericht aus dem Landtag ging der FW-Abgeordnete Florian Streibl vor allem auf das Volksbegehren zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung ein. Über die Arbeit im Landkreis berichtete Landrat Josef Niedermaier. Der Wechsel des des Königsdorfer Bürgermeisters Anton Demmel von den Freien Wählern zur CSU nahm einen Großteil seiner Rede ein. „Sehr schade, dass er bei uns nicht mehr mitmacht. Über viele Dinge, die im Nachgang an mich herangetragen wurden, hätte man durchaus reden können“, sagte Niedermaier. „Das größte Übel für ihn war freilich die Sache mit dem Königsdorfer Trinkwasser.“ Doch hier sei die Sachlage „sonnenklar gewesen“. Nach den gültigen Rechtsvorschriften habe er als Landrat gar nicht anders entscheiden können. „Das haben letztlich die Gerichte auch bestätigt.“ Entgegen anderslautender Gerüchte habe er menschlich keinerlei Probleme mit Demmel.

Die Schulden lagen schon mal bei 70 Millionen 

„Wir sind angetreten, den Landkreis so gut es geht finanziell in Ordnung zu halten“, erklärte der Landrat weiter. Dabei sei man auf einem guten Weg. Denn die Verschuldung lag 2017 bei unter 30 Millionen Euro, „das waren schon mal über 70 Millionen“. Umgerechnet auf die Bürger liege man mit der Höhe der Kreisumlage im Vergleich zu allen oberbayerischen Landkreisen im unteren Drittel. „Dabei gibt es bei uns absolut keinen Investitions- oder Sanierungsstau.“

In Sachen Schließung der Geburtshilfe-Abteilung am Tölzer Krankenhaus stellte Niedermaier fest: „Am Geld liegt es sicher nicht. Aber so lange sich in Berlin alle, von ganz links bis ganz rechts, einig sind, dass wir in Deutschland mit Krankenhäusern überversorgt sind, wird sich da wenig ändern.“ Ewald Scheitterer

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