Stolz präsentierten Michael Schmüser und Angelika Fanai-Nimmesgern vom TSV Wolfratshausen ihre Medaillen, die sie beim Ironman auf Lanzarote erobert haben.
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Stolz präsentierten Michael Schmüser und Angelika Fanai-Nimmesgern vom TSV Wolfratshausen ihre Medaillen, die sie beim Ironman auf Lanzarote erobert haben.

TRIATHLON

Wie zwei Wolfratshauser Lanzarote schwimmend, radelnd und laufend eroberten

Zwei Athleten des TSV Wolfratshausen haben den Ironman auf Lanzarote gemeistert - allerdings mit unterschiedlichem Ergebnis. Während Angelika Farnai-Nimmesgern ihre Altersklasse W55 gewann und damit die Qualifikation für Hawaii schaffte, kämpfte sich Michael Schmüser mit einer Wadenverletzung durch das Rennen.

Lanzarote/Wolfratshausen – Der Ironman auf Lanzarote gilt als einer der schwierigsten Wettkämpfe, weil er berüchtigt für seine Wetterkapriolen ist und aufgrund des Streckenverlaufs den Athletinnen und Athleten alles abverlangt. Auch Angelika Fanai-Nimmesgern und Michael Schmüser vom TSV Wolfratshausen mussten dort wie bei allen Langdistanzen 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen, aber es kamen noch knapp 2600 Höhenmeter auf der Radstrecke und Windgeschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometer dazu. Außerdem waren noch rund 330 Höhenmeter auf der Marathonstrecke zu stemmen. Kurz gesagt: Wer Lanzarote bewältigt, der ist für den Ironman auf Hawaii gewappnet. Und somit darf sich Angelika Fanai-Nimmesgern jetzt schon freuen, hat sie doch das ersehnte Ticket für die inoffizielle Weltmeisterschaft ergattert. Dies blieb ihrem Teamkollegen Schmüser verletzungsbedingt leider versagt.

Einige Triathleten hatten sich zu viel zugemutet

Spannendes zu berichten hatten die beiden Wölfe-Leichtathleten in jedem Fall. So sei das Meer in diesem Jahr nicht ganz so unruhig gewesen, man habe allerdings gegen eine starke Strömung im 20 Grad warmen Atlantik ankämpfen müssen. Auf der anspruchsvollen Radstrecke hatten alle Teilnehmer mit dem stürmischen Wind zu kämpfen. Hier mussten insbesondere die leichtgewichtigen Frauen viel Kraft aufwenden, um ihr Rad in der Spur zu halten. „Es gab einige Unfälle und nachdem manche sogar ihr Rad auf den steilen, stürmischen Passagen zu Fuß nach oben schoben, mussten andere einsehen, dass sie sich zu viel zugetraut hatten und aufgeben“ berichtete Fanai-Nimmesgern.

Auch Ausdauer-Athlet Schmüser, der in der stark besetzten Klasse Männer 50 startete, hatte mit einem Missgeschick zu kämpfen. „Beim Berganstieg habe ich mich an der Wade verletzt, was mich bis zum Schluss behindert hat“, sagte der Wölfe-Ultra. „So hat man keine Chancen auf vordere Plätze. Vielmehr musste ich froh sein, dass sich die Verletzung nicht weiter verschlimmert hat.“ Zwar hatten sich beide Wolfratshauser während des Winters durch ihre Übungen auf der Fahrradrolle sowie mit zwei Trainingslagern auf Madeira gut vorbereitet, dennoch waren sie, als sie endlich auf der Laufstrecke angekommen waren. Hier machte Schmüser seine Wadenzerrung zusehend zu schaffen. Mit einer weiteren Schwierigkeit hatten alle 864 Finisher zu kämpfen: Weil der Ironman vom Mai auf Juli verlegt worden war, war es auf Lanzarote nun wesentlich heißer als sonst. So verbrannten sich diesmal einige Läufer die Füße auf dem glühend heißen Asphalt, als sie barfuß in der Wechselzone unterwegs waren. Für diese Athleten war tragischer Weise damit das Rennen und so mancher Traum vorzeitig beendet. GABRIELE MAYER

Ticket für Hawaii in der Tasche

Da dieses Schicksal beiden Wölfe-Athleten erspart geblieben war, meisterte Fanai-Nimmesgern den Lauf in gleichmäßigem Tempo und kam rund eineinhalb Stunden später als ihr Vereinskamerad ins Ziel, der eine Zeit von 14:29,41 Stunden schaffte. Für die Wolfratshauserin dagegen wurde ein Märchen wahr: Sie gewann als älteste Teilnehmerin am Start und am Ziel nicht nur ihre Altersklasse W55 (15:37,49 Std.), sondern sicherte sich auch das Ticket für den Hawaii-Ironman, der am 9. Oktober stattfindet.

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