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Verschmitzter Blick: Wilhelmine Berger brachte auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner zum Lächeln.

Für jeden gibt's ein Lächeln

Wilhelmine Berger aus Waldram feiert 90. Geburtstag

Wolfratshausen – Herzlichen Glückwunsch! Wilhelmine Berger aus Waldram feierte ihren 90. Geburtstag. Ihre Lebensgeschichte ist spannend.

Beim Aussuchen der Glückwunschkarte hätte Rathauschef Klaus Heilinglechner bestimmt nicht vermutet, wie gut diese zur Beschenkten passen würde: „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ Dieser Aphorismus aus China zierte die Geburtstagswünsche, die der Bürgermeister Wilhelmine Berger überreichte. Die Waldramerin feierte am Dienstag im Kreise ihrer Lieben ihren 90. Geburtstag.

Die rüstige Seniorin strahlte bis über beide Ohren, scherzte viel und blickte selbstironisch auf ihr langes Leben zurück. Und das, obwohl Berger viele Rückschläge zu verkraften hatte. Früh verlor sie ihren Vater, der im Krieg bei einem Betriebsunfall ums Leben kam. Berger musste ihre verwitwete Mutter alleine pflegen.

Auch Bergers Ehemann verstarb schon im Alter von 52 Jahren. Er hinterließ Wilhelmine mit den sieben gemeinsamen Kindern. Nach dem Tod ihres Mannes sorgte die Hausfrau alleine für die jüngeren Kinder. „Einige von uns waren damals schon erwachsen und arbeitstätig und konnten unserer Mutter helfen“, erinnert sich Tochter Kornelia Berger.

Ihr Lächeln hat Mutter Wilhelmine trotz aller Nackenschläge nicht verloren. „Mir ist zwar nie etwas geschenkt worden, aber das hat mich nur stärker gemacht“, resümierte das Geburtstagskind. Besonders freute sich die 90-Jährige, dass sie ein Gefühl nie kennen lernen musste: die Einsamkeit. „Ich war immer im Kreis meiner Familie.“ Wilhelmine Berger ist nicht nur Mutter von sieben Kindern, sondern zudem Großmutter von elf Enkeln und Uroma von elf Urenkeln. „Dadurch habe ich immer Gesellschaft gehabt“, freute sich die Waldramerin.

Heute lebt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Kornelia, deren Lebensgefährten und dem Sohn des Paares in einem Dreigenerationenhaushalt. Die Unterstützung der Familienmitglieder ist für die Seniorin im Alltag eine große Hilfe. Wenn Wilhelmine Berger trotz der großen Verwandschaft einmal Zeit für sich selbst haben möchte, liest sie am liebsten den Isar-Loisachboten auf ihrem E-Book.

von Dominik Stallein

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