Trotz der Corona-Einschränkungen war am Sonntag viel los auf der Peretshofener Höhe: Von Problemen oder Verstößen ist der Geretsrieder Polizei jedoch nichts bekannt.
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Trotz der Corona-Einschränkungen war am Sonntag viel los auf der Peretshofener Höhe: Von Problemen oder Verstößen ist der Geretsrieder Polizei jedoch nichts bekannt.

Ausflugsverkehr

Wintersportler verhalten sich vernünftig

  • vonPeter Borchers
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Die Polizeien in Wolfratshausen und Geretsried sprechen von gesittetem Ausflugsverkehr im Nordlandkreis, haben aber die verschärften Verordnungen „im Blick“.

Geretsried/Wolfratshausen – Wie an der Perlenschnur reihten sich am Sonntag die Autos entlang der Straße an der Peretshofener Höhe. Den letzten Tag vor Schulbeginn und den neuerlich verschärften Corona-Bestimmungen wollten viele Menschen aus der Region – die Autos trugen unter anderem Kennzeichen aus Starnberg, Weilheim und München – bei ordentlichen Schneebedingungen nochmals zum Rodeln nutzen. Besorgniserregende Ausmaße wie beispielsweise im Nachbarlandkreis Miesbach scheinen die Wintersportfreuden der nach Frischluft lechzenden, der Pandemie überdrüssigen Menschen nicht angenommen zu haben.

„Wir hatten die Entwicklung nach den Vorfällen andernorts natürlich im Blick. Unsere Dienststelle hat dazu am Wochenende aber nichts festgestellt oder entsprechende Mitteilungen bekommen, dass zum Beispiel Mindestabstände nicht eingehalten wurden“, sagt Geretsrieds Polizeichef Franz Schöttl auf Anfrage. Zu möglichen Schäden in den angrenzenden Wiesen durch parkende Fahrzeuge – die Süddeutsche Zeitung hatte dies thematisiert – seien bislang keine Meldungen in der Geretsrieder Inspektion eingegangen.

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Über mögliche verstärkte Kontrollen im Hinblick auf die seit Montag geltenden Vorgaben – Verschärfung der Kontaktbeschränkungen, Einschränkung des Bewegungsradius’ für Bewohner von Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 – wollte sich Inspektionschef Schöttl nicht näher äußern. Nur so viel: „Auch das haben wir im Blick.“

Im Zuständigkeitsbereich der Wolfrathsauser Dienststelle blieben die Wintersportler und Erholungssuchenden ebenfalls vernünftig. Sein Chef Andreas Czerweny sei privat unter anderem in Degerndorf unterwegs gewesen, berichtet Inspektions-Vize Steffen Frühauf. Ein Blick hinüber zum Hügel bei der Maria-Dank-Kapelle habe Czerweny beruhigt seine Freizeit genießen lassen. „Er hat gesagt, dass es hier im Stadtbereich Wolfratshausen und in den umliegenden Gemeinden im Vergleich zu den Wintersport-Hotspots im Landkreis-Süden harmlos abläuft“, so Frühauf.

Der Polizeihauptkommissar macht jedoch klar: Er und seine Kollegen werden „kontrollieren, was jetzt die Vorgabe ist“, allerdings „im Rahmen der Verhältnismäßigkeit“. Ist eine Familie beim Rodeln, und ein zweite kommt kurz hinzu, „werden wir immer abwägen, wie das einzuordnen ist“. Generell müsse die Wolfratshauser Polizei nicht alle in Frage kommenden Orte auf Teufel komm raus bestreifen. „Natürlich sind wir unterwegs und halten die Augen offen, aber in der Regel gehen wir Hinweisen nach.“

peb

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