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Enttäuschender Auftakt der Open-Air-Reihe im Merkurdrome
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Hätte mehr Besucher verdient gehabt: Das Konzert der international besetzten Band Massel-Tov. 

Die Künstler sind zurück, aber das Publikum fehlt

Enttäuschender Auftakt der Open-Air-Reihe im Merkurdrome

  • vonPeter Herrmann
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Mit einem Konzert der Band „Massel-Tov“ fand am Wochenende im Merkurdrome der Auftakt der Open-Air-Reihe statt. Doch die Veranstaltung lockte nur ein gutes Dutzend Besucher an. Aufzugeben kommt für die Organisatoren jedoch nicht in Frage.  

Wolfratshausen – Die guten Nachrichten vorweg: Die Corona-Sicherheitsabstände konnten am Samstagabend im Außenbereich des ehemaligen Druckhauses am Hans-Urmiller-Ring problemlos eingehalten werden. Und auch die Soundqualität des Konzertes der international besetzten Münchner Klezmer-Band „Massel-Tov“ genügte höchsten Ansprüchen. 

Open-Air-Reihe „Künstler back on stage im Merkurdrome“ lockt kaum Besucher

Den beiden Veranstaltern der mehrwöchigen Open-Air-Reihe „Künstler back on stage im Merkurdrome“, Stefan Eckardt und Dr. Harry Rosenkind, fehlte eigentlich nur noch der große Zuspruch des Publikums. Doch der blieb aus. Nur etwa ein Dutzend Besucher sicherte sich vorab über das Internet Tickets – eine Abendkasse durfte es aufgrund der strengen Sicherheitsauflagen nicht geben.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, alles andere liegt nicht in unserer Macht“, gab sich Rosenkind gelassen. Dass die Fernsehübertragung des zeitgleich stattfindenden DFB-Pokal-Finales der Merkurdrome-Auftaktveranstaltung einige Zuschauer gekostet haben könnte, glaubt er nicht.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, alles andere liegt nicht in unserer Macht“

Vielleicht wollte der außergewöhnliche Musikstilmix der seit 26 Jahren bestehenden Band „Massel-Tov“ nicht so recht in den auf den ersten Blick etwas spröde anmutenden Hinterhof einer Werkshalle passen.

Tatjana Mischenko (Querflöte, Gesang), Zarko Mrdjanov (Gitarre, Gesang), Florian Ewald (Klarinette, Gesang) und Schlagzeuger Harald Starken gaben eine virtuose Mischung aus Klezmer, jiddischen Liedern, Swing und Balkan-Tänzen zum Besten. 

Auf Hochzeiten oder ausgelassenen Familienfeiern, wie man sie beispielsweise aus den Filmen des Serben Emir Kusturica („Time of the Gypsies“) kennt, hätte es dabei zweifellos kaum jemand auf den Sitzen gehalten. Im Merkurdrome blieb die Tanzfläche jedoch während des etwa einhalbstündigen Auftritts durchgehend leer. Eine Zugabe forderte kein einziger Besucher.

Leere Tanzfläche und keine Zugabeforderung

Auch der Getränkeumsatz von Caterer Michel Amato ließ zu wünschen übrig. Der Verkauf von ein paar Softdrinks für die Autofahrer und einiger 0,33-l-Bierfläschchen dürfte ihn nicht zufriedengestellt haben. Dennoch denken Stefan Eckardt und Harry Rosenkind nach diesem enttäuschenden Auftakt noch nicht ans Aufgeben. 

Mit einem bunten Kinderprogramm an Sonntagen sowie Auftritten von renommierten Künstlern wie Ludwig Seuss und der bayerischen Mundart-Band „Zweckinger“ soll das Ruder in den kommenden Wochen noch herumgerissen werden. 

Merkurdrome: Veranstalter geben nicht auf

Der gegenüber dem Publikum geäußerte Ausspruch von „Massel Tov“-Sänger Zarko Mrdjanov war nur ein schwacher Trost: „Es zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität“, betonte er. Aber a bisserl mehr darf’s bei den nächsten Merkurdrome-Veranstaltungen schon sein. 

„Corona macht Lärm, wir machen Musik“, sagt Stefan Eckardt. Ab dem 4. Juli will der Merkurdrome-Erfinder auf dem Freigelände vor der Halle Konzerte stattfinden lassen.

 ph

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