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Monatskarten haben sich für viele Schüler erledigt - dank des 365-Euro-Tickets.

Landkreis übernimmt die Kosten

Kostenlose 365 Euro-Tickets für 1500 Schüler

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Das wird viele Schüler freuen: Statt des alten Abo-Tickets gibt es jetzt das 365-Euro-Ticket. Es gilt auch in den Ferien im ganzen MVV-Gebiet.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Für 1500 Schüler und Auszubildende an weiterführenden Schulen im nördlichen Landkreis zahlt der Landkreis das im August eingeführte 365-Euro-Ticket. Der Unterschied zum alten Abo-Ticket: Damit können sie im gesamten Gebiet des MVV kostenlos unterwegs sein.

Anspruch auf Erstattung haben allerdings nur die Schüler, die mindestens drei Kilometer entfernt von der nächsten weiterführenden Bildungseinrichtung wohnen, so sieht es das Schülerbeförderungsgesetz vor. Leer geht im Moment aus, wer im südlichen Landkreis wohnt, denn der gehört – noch – nicht zum MVV-Gebiet.

Um das Ticket zu erhalten, müssen die Schüler einen entsprechenden Antrag stellen, der daraufhin geprüft wird. Das geschieht entweder in der fünften Klasse, wenn die Kinder auf eine weiterführende Schule wechseln, aber auch beispielsweise bei einem Schulwechsel oder Umzug. „Wichtig ist, dass weiterhin die allgemein gültigen Bestimmungen gelten. Sie besagen, dass die Kosten für den Schulweg erst ab 3,0 Kilometer erstattet werden“, erklärt die Pressesprecherin des Landratsamtes, Marlis Peischer.

Der Schulweg muss länger als drei Kilometer sein

Wenn ein Schüler einen Beförderungsanspruch hat, einmal diesen Antrag gestellt hat und diesem stattgegeben wurde, dann wird das individualisierte Ticket ausgegeben. Wenn sich an der Schulwegsituation nichts ändert – in der Regel bis zur zehnten Klasse –, dann wird auch im folgenden Schuljahr ein Ticket ausgehändigt.

Druck und Ausgabe werden durch das Landratsamt organisiert. Vor Beginn des Schuljahres hat das Landratsamt die Tickets an die weiterführenden Schulen ausgefahren. „Die Schule gibt diese individualisierten Tickets dann an die entsprechenden Schülerinnen und Schüler weiter“, so Peischer. Dieses Prozedere wurde auch bei der Aushändigung der bisherigen Tickets angewendet. Es wurden insgesamt 1500 Tickets an die weiterführenden Schulen ausgegeben.

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Die neue, auch während der Ferien gültige Fahrkarte einzuführen, war im Kreis umstritten. Landrat Josef Niedermaier kritisierte vor allem den festgeschriebenen Preis. Er macht eine Kostenanpassung unmöglich. Er bezeichnete den Weg daher als „Sackgasse“.

Was das Geld angeht, können noch keine klaren Aussagen getroffen werden. Als der Beschluss gefasst wurde, ging man davon aus, dass auf den Landkreis Kosten in Höhe von 350 000 Euro (für den gesamten Landkreis 460 000 Euro) zukommen. „Genaueres lässt sich erst sagen, wenn die Jahresbilanz gezogen wird“, so Peischer.  

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