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Konzentriert bei der Arbeit: In der Klecks-Schule der Phantasie basteln die Kinder Trommeln.

Klecks-Schule

An die Trommel, fertig, los: Ferienpasskinder basteln Instrumente

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Zuerst konzentrierte Stille, dann heftiges Getrommel: Neun Kinder bastelten in der Klecks-Schule der Phantasie ihre eigenen Instrumente.

Wolfratshausen – Hochkonzentrierte Stille herrscht in der Holzwerkstatt der Klecks-Schule der Phantasie. In der Mitte des Tisches stehen Schalen mit Acrylfarben, daneben ein Behälter mit Pinseln. Drumherum haben sich neun Kinder in Malerkitteln versammelt. Unter der Leitung von Johannes Anzenhofer wollen sie ihre eigene Trommel bauen.

Für den neunjährigen Patrick ist das Schlaginstrument kein Neuland. „Bei einem Freund hab’ ich schon mal getrommelt. Das macht echt Spaß“, erzählt der Bub. Konzentriert pinselt er einen roten breiten Streifen auf die Papprolle. Majalen hat hingegen noch keine Erfahrungen mit der Trommel. „Aber ich bastle einfach gern, deshalb bin ich hier“, erklärt die Neunjährige.

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Während die kleinen Künstler weitermalen, erzählt Anzenhofer seinen Schützlingen etwas über das Instrument, an dem sie gerade arbeiten: „Die Trommel gibt es eigentlich auf der ganzen Welt. Aber ein Kontinent ist ganz bekannt dafür. Welcher könnte das sein?“, fragt er in die Runde. „Afrika“, antwortet Patrick sofort. Der Holzbildhauer nickt zustimmend. „Dort ist sie nicht nur ein Instrument, sondern ein Statussymbol. Sie symbolisiert dort Kraft und Macht“, erklärt der Künstler. „Sag mal Johannes, wie viele Trommeln hast du eigentlich schon gebaut?“, fragt der neunjährige Leopold neugierig. Darüber muss Anzenhofer nachdenken. „Insgesamt bestimmt mehrere Hundert.“ Ein bewunderndes Raunen geht durch den Raum.

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Nachdem alle Instrumente bemalt und getrocknet sind, bespannen die Teilnehmer ihre Kunstwerke mit Ziegenfell. Als letztes werden die Schnüre befestigt. Dann ist Schluss mit der Stille in der Werkstatt: Zum Abschied wird getrommelt. 

 kof

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