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Schmuck, Uhren, alte Möbel: Die Antiktage in der Loisachhalle am Dienstag und Mittwoch fanden ein interessiertes Publikum. 

Antiktage in der Loisachhalle

Vorsicht ist die Mutter der alten Kiste

Schmuck, Porzellan, Möbel, Grafiken, Gemälde, historische Uhren und vieles mehr waren am Reformationstag und an Allerheiligen in der Loisachhalle zu sehen. Die Händler, die aus ganz Deutschland nach Wolfratshausen kamen, zeigten sich mit der Publikumsresonanz zufrieden.

Wolfratshausen – Die Angst vor Diebstählen war vor allem bei den Juwelieren zu spüren. „Einer Kollegin, die hier ausstellt, ist einmal bei einem Markt in Benediktbeuern ein gefüllter Schmuckkoffer im Wert von über 100.000 Euro gestohlen worden“, berichtete der Weilheimer Antiquitätenhändler Michael Sauff. „Nach so einem Vorfall wird man natürlich vorsichtig.“ So gab es auch in Wolfratshausen Aussteller, die Bilder ihrer ausgestellten Schmuckstücke nicht in unserer Zeitung sehen wollten und keine Auskünfte über den Wert der Kostbarkeiten erteilen wollten. Sauff, der antike Möbelstücke im Foyer der Loisachhalle aufgebaut hatte, war deutlich auskunftsfreudiger. „Kleine Märkte wie der in Wolfratshausen eignen sich gut, um neue Kunden zu gewinnen“, erklärte der Weilheimer. Zudem seien die Standgebühren moderat: „Ich zahle hier etwa 500 Euro. Bei einer großen Münchner Messe müsste ich 7000 Euro aufbringen“. Für sein Angebot, Wunschmöbel auf Maß anzufertigen, interessierten sich auch in Wolfratshausen viele Besucher.

In der Halle präsentierte der Gilchinger Peter Fischer goldene Uhren. Die ältesten stammen aus der Zeit der französischen Revolution und funktionieren trotz ihres hohen Alters einwandfrei. Ein weiterer Blickfang an seinem Stand war ein historisches Polyphon, ein Musikautomat aus dem 19. Jahrhundert. Dank einer Metallplatte mit eingestanzten länglichen Löchern, Haken, Zahnrädern und einem Federwerk kann er Musik erzeugen. „Dieses Liebhaberstück kostete damals etwa 290 Reichsmark, heute müssen Sie dafür etwa 4500 Euro zahlen“, erklärte Fischer.

Am Ende des zweitägigen Antik- und Sammlermarktes zeigte sich der Münchner Veranstalter Rainer Dohn zufrieden: „Es kamen Leute aller Altersgruppen, auch den Kindern hat es gefallen“. Schon an diesem Wochenende wird der von ihm organisierte Antik- und Sammlermarkt im Grünwalder Forsthaus Wörnbrunn eröffnet. 

Peter Herrmann

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