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Freundliches Lächeln hinterm Plexiglas: Apothekeninhaberin Monika Häfner-Schermann (Mi.) mit ihren Mitarbeiterinnen Alexandra Decker (li.) und Ute Ruckdäschl.

„Alle geben ihr Bestes“

Apotheken-Alltag in der Corona-Krise

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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In Zeiten der Corona-Krise sind die Apotheken-Mitarbeiter unsere wahren Helden - das zeigt ein Besuch in der Waldramer Sonnenapotheke.

Wolfratshausen – Sie sind die wahren Helden: Die Mitarbeiter in den Apotheken, die trotz Corona-Krise immer für ihre Kunden da sind. „Ruhe zu bewahren ist das Wichtigste“, sagt Monika Häfner-Schermann, Inhaberin der Sonnenapotheke in Waldram. Und selbstverständlich solle man alle Schutzmaßnahmen einhalten. Dazu gehöre häufiges Händewaschen, sich nicht ins Gesicht zu fassen und die Hust- und Niesregeln einzuhalten.

Corona-Krise: Apotheken-Mitarbeiter sind für Kunden da

Während die Apothekerin spricht, betritt eine ältere Dame den Geschäftsraum, ausgestattet mit Mundschutz und Handschuhen. So schnell wie möglich schiebt sie ein Rezept unter der Aussparung in der schützenden Plexiglasscheibe durch. Während sie ihren Wunsch äußert, weicht die Kundin einen Schritt zurück. Sicher ist sicher. 

Apotheken in Zeiten von Corona: „Versuchen uns so geht es geht zu schützen“

„Wir versuchen uns und unsere Kunden so gut es geht zu schützen“, betont Häfner-Schermann. Die Trennwände hat sie extra anfertigen lassen. „Ein Schreiner hat uns die Halterungen gebaut“, sagt sie. Zum Eigen- und Fremdschutz gehört auch das Arbeiten in zwei Schichten, die völlig unabhängig voneinander agieren. Sollte eine Schicht ausfallen, kann die andere weitermachen. Auch schauen die Mitarbeiter, dass sie möglichst nicht auf die andere Seite des Tresens gehen müssen, sprich hinein in den Verkaufsbereich. Und: „In der Mittagspause wird durchgeputzt und alles so gut es nur geht desinfiziert.“

„Der Zusammenhalt wächst“

Häfner-Schermann steht „gefühlte 50 Stunden pro Tag“ in der Sonnenapotheke zur Verfügung, denn: „Es müssen ja auch Medikamente ausgeliefert werden.“ Quarantäne-Patienten werden die Tüten nach Absprache vor die Tür gestellt. Trotz aller Belastung sieht die 51-Jährige noch eine andere Seite der Krise: „Der Zusammenhalt wächst“, sagt sie. Die Apotheken helfen zusammen, der Austausch untereinander klappt sehr gut. „Man kann sich gegenseitig anrufen und einfach nachfragen, wenn man etwas braucht.“ Ebenso sei die Zusammenarbeit mit den Arztpraxen hervorragend. „Da gehen die Faxe nur noch so hin und her. Alle geben ihr Bestes – egal, ob das eigene Team, Ärzte, Kollegen oder Sprechstundenhilfen.“

Eigene Routine so gut es geht bewahren

Kann Monika Häfner-Schermann am Abend die Arbeit beenden, versucht sie, so oft wie möglich Rennrad zu fahren, mit dem Hund rauszugehen oder zu joggen. „Natürlich alleine“, betont sie. „Aber gerade in solchen Zeiten ist eines wichtig: Man sollte sich seine eigene Routine so gut es geht bewahren.“ 

Auch das Leben mit Haustieren ist zu Corona-Zeiten eine Herausforderung. Die Tierärzte im Landkreis haben die Konsequenzen gezogen.

 sh

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