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Digital durch Wolfratshausen: Mit der „meinWOR“-App sollen sich Kunden in der Stadt besser zurecht finden. 

56 Unternehmen sind dabei

Wolfratshausen-App geht an den Start

Mit der neuen Wolfratshausen-App bieten die Stadt und der Werbekreis eine Plattform, die anderswo nicht gibt. 56 Händler machen mit - eine beachtliche Zahl.  

Wolfratshausen – Ein einziger Blick – und man findet alle Geschäfte, Restaurants und Angebote in der näheren Umgebung. Das ist die Grundidee hinter der „meinWOR“-App, die seit einigen Tagen online ist. Viele Unternehmer aus der Loisachstadt präsentieren sich bereits auf diesem digitalen Kanal. Die Stadt und die Einzelhändlervereinigung Werbekreis erhoffen sich viel davon.

Wo findet man Schuhe der Marke Nike? Welche Restaurants sind hundefreundlich? In welchem Café kann man zu kleinen Snacks das Gratis-WLAN benutzen? Beim Einkaufsbummel stellen sich viele Fragen. All die möchte das Unternehmen City-Points in nur einer einzigen Anwendung beantworten. Gemeinsam mit der Stabstelle Stadtmanagement und dem Werbekreis Wolfratshausen brachte das Startup-Unternehmen eine App auf den Markt, die bereits schon jetzt 56 Wolfratshauser Händler und Dienstleister vereint. „Das ist eine tolle Zahl“, freute sich Bürgermeister Klaus Heilinglechner bei der offiziellen Präsentation der App am Dienstagnachmittag. Mit diesem Fundament „können wir beginnen und das Projekt immer weiter wachsen lassen“. In seinen Augen ist ein digitales Vermarktungs-Angebot notwendig: „Wir sehen die Zeichen der Zeit und stellen uns den Anforderungen.“ Eine einheitliche Plattform sei einmalig in der Region. „Wir sind damit ein Stück weit voraus“, so der Rathauschef. Stadtmanager Dr. Stefan Werner pflichtete ihm bei: „Viele Akteure haben das gemeinsam erarbeitet. Andere Kommunen scheitern schon an diesem Schritt.“ Für Werbekreischefin Ingrid Schnaller ist die Zusammenarbeit ein Garant für eine erfolgreiche App. „Wir wollen die Standortgemeinschaft präsentieren.“ Die Einkaufsstadt Wolfratshausen decke „so viele Branchen, so viele Angebote und so eine Vielfalt“ ab, die durch eine konzertierte Präsentation wie in der „meinWOR“-App angemessen zur Geltung komme.

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Der Aufbau der App ist unkompliziert und trotzdem vielschichtig: Auf einer virtuellen Stadtkarte, die dem Handy-Nutzer auch den eigenen Standort anzeigt, sieht man die Läden, die sich in der Umgebung befinden. Auch Parkplätze, Spielplätze und andere öffentliche Einrichtungen werden angezeigt. Durch einen Klick auf das jeweilige Geschäft findet man Bildergalerien und Informationen wie Öffnungszeiten und das Warensortiment. Bei vielen Unternehmern kann man über eine 360-Grad-Aufnahme einen digitalen Blick in das Ladenlokal werfen.

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Wer etwas Spezielles sucht, kann sowohl nach Stichwörtern – Markennamen, Produkte und ähnliches – suchen oder die Läden nach diversen Filtern wie Hundefreundlichkeit, Barrierefreiheit, Fairtrade-Produkten und Fahrrad-Parkplätzen durchsuchen. Wie Victoria Fletcher, Mitarbeiterin von City-Points, erklärte, können die Unternehmen ihre Kunden auch auf besondere Angebote und Veranstaltungen hinweisen. App-Nutzer, die einen Laden als „Favoriten“ markieren, erhalten diese Infos als sogenannte Push-Mitteilung auf ihr Smartphone. Für die Unternehmer ist das denkbar einfach, denn City-Points erstellt diese Angebote nach den Wünschen der Firmen und stellt sie online. „Viele Geschäftsleute sind entweder nicht online-affin oder haben keine Zeit, die App zu pflegen“, erklärte Fletcher. „Der Service für die Unternehmen ist uns ein besonders wichtiger Punkt“, betonte City-Points-Geschäftsführer Klaus Härpfer.

Neben Geschäften können sich auch Vereine und gemeinnützige Einrichtungen auf der App präsentieren – für diese ist das Angebot kostenlos. Einige Vereine nehmen diese Möglichkeit bereits wahr, „wir hoffen aber, dass es in Zukunft noch mehr werden“. Das gilt auch für die Unternehmen: In der Präsentation formulierte City-Points „100 aktive Gewerbetreibende“ als Ziel für das erste Jahr der App. Neben der Web-Variante unter www.meinwor.app steht die mobile „meinWOR“-App gratis zum Download im Apple-Store und im Google-Play-Store zur Verfügung. Dominik Stallein 

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