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Achim Gebhardt, Stadtberater von der Cima, hat das Papier mit ausgearbeitet.

Streit um Stadtmanagement

CSU und SPD attackieren Bürgermeister Heilinglechner

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Wolfratshausen - Die CSU spricht von einer "Harakiri-Aktion": Im Hauptausschuss ist ein Streit entbrannt um das künftige Stadtmanagement.

Heftig gekracht hat es am Dienstagabend im Hauptausschuss. „Es ist keine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich“, wetterte Günther Eibl (CSU) in Richtung Bürgermeister. „So geht’s nicht“, schimpfte Walter Daffner (Bürgervereinigung Wolfratshausen/BVW) zurück. Streitpunkt war das weitere Vorgehen zur Einführung eines Stadtmanagements.

Die CIMA hat die Besprechung zusammengefasst

Achim Gebhardt von der Beratungsfirma Cima hat mit der „Lenkungsgruppe Innenstadt“ ein Organisationskonzept ausgearbeitet. Als Handlungsfelder für die Standortförderung definierten sie die Bereiche Tourismus, Veranstaltungen und Kultur, Wirtschaftsförderung, Unternehmensservice und Stadtmanagement sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Ausschuss schlug die Cima nun vor, zusätzlich zu den Stabsstellen Veranstaltungsmanagement von Marion Klement sowie Tourismus und Wirtschaftsförderung von Gisela Gleißl die Stellen „Unternehmensservice und Innenstadt“ sowie „Stadtkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ zu schaffen (siehe Kasten). Das ist die interne Variante, die laut Cima den Vorteil einer einfachen Verzahnung mit der Verwaltung hätte.

Denkbar wäre es aber auch, die Aufgaben extern zu organisieren, zum Beispiel in einer Stadtmanagement GmbH. An der könnten sich neben der Stadt auch der Werbekreis oder andere Institutionen als Gesellschafter beteiligen. Bei dieser Variante sei laut Cima aber der finanzielle Aufwand höher.

Den Ausschussmitgliedern steigt Zornesröte ins Gesicht

Fritz Meixner (SPD) meldete sich nach dem Fachvortrag als erstes zu Wort – mit Zornesröte im Gesicht. Die Vorlage „besticht durch Weglassen positiver Beispiele“ der externen Lösung, sagte er. Die Darstellung würde nicht den Beratungsprozess der Lenkungsgruppe widerspiegeln. In der Fraktionssprechersitzung habe man zudem vereinbart, einen offenen Beschlussvorschlag zu formulieren – und nicht wie vorliegend einen Vorschlag zur Umsetzung der internen Lösung.

Die CSU-Fraktion äußerte sich ebenfalls enttäuscht. „Das ist eine andere Beschlussvorlage als besprochen“, betonte Alfred Fraas. „Man kann sich nicht darauf verlassen, was besprochen wurde“, warf er Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) vor. Auch Eibl attackierte den finster dreinschauenden Rathauschef und die Verwaltung. Man habe sich im Vorfeld geeinigt, in der Sitzung einen kurzen Vortrag ohne Diskussion zu hören und die Entscheidung dann innerhalb der Fraktionen zu fällen. Mit dem jetzigen Vorstoß habe man die Stelle des Stadtmanagements „schon im Vorfeld in der Öffentlichkeit beschädigt“, urteilte Eibl. „Wir schmeißen das in einer Harakiri-Aktion über Bord.“

Der Beschlussvorschlag findet auch Befürworter

Die konträre Meinung vertraten Annette Heinloth (Grüne) und die BVW-Fraktion. Heinloth nannte die interne Lösung „effizient“. BVW-Rat Daffner betonte, kein Stadtrat außerhalb der Lenkungsgruppe wisse bislang über das Thema Bescheid. Information sei vor einer Abstimmung aber notwendig.

Mit einem Antrag zur Geschäftsordnung unterbrach Fraas die Diskussion. Gegen die Stimmen von Heilinglechner und Heinloth entschied der Ausschuss, sofort und ohne Debatte über den Vorschlag zur Schaffung einer internen Stelle abzustimmen. Mit den Stimmen der CSU und SPD ist der Antrag dann abgelehnt worden. Dieses Fazit geht als Empfehlung in die Stadtratssitzung. „Das läuft genauso wie mit dem Bürgerladen“, murmelte Daffner.

dor

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