+
Am Loisachufer 2 wird die Stabsstelle des Stadtmanagers untergebracht. Für mehr Bürgernähe wird im Erdgeschoss ein Multifunktionsraum eingerichtet. 

Loisachstadt soll lebendiger und schöner werden

Attraktiv und bürgernah: Stadtmanager stellt erste Ergebnisse für Wolfratshausen vor 

  • schließen

Die Loisachstadt soll lebendiger und schöner werden. Deshalb hat Stadtmanager Dr. Stefan Werner mit der Lenkungsgruppe, die das Stadtmanagement berät, wie berichtet einen Vier-Punkte-Plan entwickelt. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Wolfratshausen – Um die Stadt als Einkaufs- und Erlebnisstandort besser zu vermarkten, hat Werner in Zusammenarbeit mit dem Werbekreis Einkaufstadt Wolfratshausen und dem Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen eine nicht-kommerzielle Stadtkarte entwickelt, die im Oktober an 50 000 Haushalte im Großraum Wolfratshausen verteilt werden soll. „Darin sind die Attraktionen der gesamten Stadt aufgeführt“, sagt Werner. Gleichzeitig soll in einer Auflage von 5000 Stück ein Gutscheinbuch zum Preis von fünf Euro erscheinen, mit dem Händler, Dienstleister und Gastronomen ihre Angebote „gemeinsam und ganzheitlich“ präsentieren können. Wer mitmachen möchte, kann sich bis Montag, 16. Juli, beim Stadtmanager melden. Im nächsten Schritt sollen die im Gutscheinbuch aufgeführten Angebote digital besser vermarktet werden. Geplant ist, die Recherche dafür bis Ende des Jahres abzuschließen, 2019 möchte Werner mit der Umsetzung beginnen.

Lesen Sie auch: Mit diesem Vier-Punkte-Plan soll Wolfratshausen lebendiger und schöner werden

Zeitnah könnten auch erste Ergebnisse im Bereich „Dachmarke und Marketing“ sichtbar werden. „Wir fangen nicht bei Null an, es gibt schon ein Stadtmarketingkonzept“, sagt Werner. Für eine positive Außenwirkung seien jetzt „schnell umsetzbare Lösungen“ wichtig. Deshalb habe er beim Gewerbetreffen nach Helfern gefragt. „Wir möchten gezielt Leute ansprechen, um unterschiedliche Perspektiven mit einzubeziehen.“ Mittlerweile wurden drei Arbeitsgruppen gegründet, die sich mit den Themen Parkraummanagement, Ortsbildverschönerung sowie der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur beschäftigen und noch heuer ihre Arbeit aufnehmen wollen. Fürs Erste denkt Werner an eine bessere Beschilderung, mehr Pflanzen in der Innenstadt oder einfache Maßnahmen für mehr Ordnung und Sauberkeit.

Wert legt der Stadtmanager auch auf eine bessere Kommunikation „zwischen Stadtakteuren sowie privater und öffentlicher Seite“. Dazu gehöre die Kooperation mit dem Internetportal „nebenan.de“. Ein „wichtiger Schritt“ in puncto Bürgernähe sei der für Ende des Jahres geplante Umzug seiner Stabsstelle in den ehemaligen Boodevaar-Turm. Im Zuge der derzeitigen Sanierungsmaßnahmen soll im Erdgeschoss des Gebäudes am Loisachufer ein multifunktioneller Arbeitsraum entstehen, der für Sitzungen und Schulungen genutzt werden kann.

Werners wohl langwierigstes Projekt ist die Umsetzung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Daran ist der von den Stadträten gewünschte und von der oberbayerischen Regierung empfohlene Umstieg in das Städtebauförderprogramm des Bundes gekoppelt. Außerdem sei für das ISEK eine „intensive Bürgerbeteiligung“ notwendig, um Potenzialflächen wie den Hatzplatz und die Floßlände sowie die Altstadt und den Loisachring generell aufzuwerten. In Workshops will die Stadt die Wünsche der Wolfratshauser ausloten. Mit einem Moderationsbüro finden derzeit Vorgespräche statt.

Magdalena Höcherl

Lesen Sie auch: So war das erste „White Dinner“ in Wolfratshausen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit diesem Programm zieht die Ickinger Initiative in den Wahlkampf
Reithalle, Mobilfunk, ein Veranstaltungsraum: Die Ickinger Initiative bezieht in einem Pressegespräch Position zu den großen Ickinger Themen. 
Mit diesem Programm zieht die Ickinger Initiative in den Wahlkampf
Aufsehen um Wahlplakate: Mit schwarzem Kreuz beschmiert – und an Maibäumen aufgehängt
In Icking herrscht Fassungslosigkeit. Mehrere Wahlplakate wurden beschädigt, doch dann folgte der traurige Höhepunkt um Plakate von Bürgermeisterkandidatin Cornelia …
Aufsehen um Wahlplakate: Mit schwarzem Kreuz beschmiert – und an Maibäumen aufgehängt
Drogenbeauftragte der Bundesregierung zu Gast: Modellprojekt zur Jugendsuchtprävention?
Was kann man tun, um Jugendliche besser vor den Gefahren von illegalen Drogen zu warnen? Darüber diskutierte eine Expertenrunde in Geretsried.  
Drogenbeauftragte der Bundesregierung zu Gast: Modellprojekt zur Jugendsuchtprävention?
Auf der Suche nach ihrem sichergestellten Auto: Bayerin mit irrer Aktion mitten auf der Autobahn
Ziemlich viel falsch gemacht hat eine Autofahrerin (66) aus Mittenwald. Ihr Ford hatte erhebliche Mängel - und sie spazierte auch noch zu Fuß über die A95.
Auf der Suche nach ihrem sichergestellten Auto: Bayerin mit irrer Aktion mitten auf der Autobahn

Kommentare