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Sie trank aus Frust und fuhr los - doch nach wenigen hundert Metern krachte die Wolfratshauserin in eine Leitplanke. Jetzt zeigt sie vor Gericht Reue. 

Jetzt muss sie vor Gericht

Aus Frust betrunken und losgefahren: Wolfratshauserin (25) kracht in Leitplanke

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Sie trank aus Frust und fuhr los - doch nach wenigen hundert Metern krachte die Wolfratshauserin in eine Leitplanke. Jetzt zeigt sie vor Gericht Reue. 

Wolfratshausen – Weil sie „Frust auf alles“ hatte, trank die 25-Jährige erst ein wenig zu viel, dann setzte sie sich ans Steuer ihres Opel Corsa. Nach wenigen hundert Metern endete die Fahrt: Auf Höhe der Gaststätte Grüner Baum kam die Wolfratshauserin von der Straße ab, schrammte an der Leitplanke entlang und ramponierte die Anhängerkupplung eines parkenden Fahrzeugs. Ihr betagter Corsa erlitt einen Totalschaden, an dem anderen Auto entstand ein Sachschaden von 400 Euro. Eine Blutentnahme ergab wenig später, dass die Frau mit 1,17 Promille unterwegs gewesen war. Dafür bekam die 25-Jährige vom Amtsgericht Wolfratshausen nun die strafrechtliche Quittung nachgereicht. 

Wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde die Pflegefachkraft zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Zudem darf ihr vor Ablauf von einem Jahr und sechs Monaten keine neue Fahrerlaubnis ausgestellt werden. Eine gültige Fahrerlaubnis besaß die Frau auch bei dem Unfall, der sich am 24. April dieses Jahres gegen 1.30 ereignet hat, nicht. Den Führerschein hatte man ihr bereits ein Jahr zuvor abgenommen. Im Sommer 2017 war sie wegen Trunkenheit im Verkehr zu 2100 Euro (70 Tagessätze) Geldstrafe verurteilt worden. 

Die neuerliche Trunkenheitsfahrt bereue sie sehr, beteuerte die Angeklagte. „In dem Moment war mir nicht bewusst, welche Gefahr ich einging, nicht nur für mich, sondern auch für andere Menschen.“ Als Grund für die unüberlegte Aktion ab die Frau an, damals von schlimmen familiären Ereignissen „kurz aus dem Leben geworfen“ worden zu sein. Dass sie nur eine kurze Strecke zurückgelegt hatte und es zudem nachts „auf den Straßen ruhig ist in Wolfratshausen“, wertete das Gericht strafmildernd. Die einschlägige Vorstrafe wirkte sich natürlich negativ aus. Die Bewährungszeit legte Richter Helmut Berger auf zwei Jahre fest. Als Auflage muss die Verurteilte 1000 Euro ans Inselhaus zahlen. rst

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