Ein Bagger am Umspannwerk Waldram
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Achtung Baustelle: Am Waldramer Umspannwerk wird derzeit gearbeitet.

Sanierung und Erweiterung der Bayernwerke

Bagger am Umspannwerk: Diese Maßnahme ist in Waldram geplant

  • vonDominik Stallein
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An der Sudetenstraße wird gebaut: Die Bayernwerk Netz GmbH erneuert das über 50 Jahre alte Umspannwerk im Ortsteil Waldram. Für die Kunden ändert sich dadurch nichts.

Wolfratshausen – Die Bagger sind angerollt: Die Bayernwerk Netz GmbH erneuert das über 50 Jahre alte Umspannwerk im Ortsteil Waldram. Seit 1967 stelltes an diesem Standort die Verbindung zwischen dem Hochspannungs- und dem Mittelspannungsnetz dar, erklärt Bayernwerk-Sprecher Michael Bartels. Nun „wird das Umspannwerk Föhrenwald altersbedingt komplett erneuert“.

Geplant ist ein neues Gebäude mit modernen Standards

An der Sudetenstraße entsteht laut Bartels ein neues Gebäude „mit einer 110-Kilovolt-Innenraumanlage und einer Schaltanlage“. Außerdem werde das Umspannwerk erweitert und leistungsfähiger gemacht. Wie berichtet soll durch das neue Umspannwerk auch die Lärmbelastung abnehmen. Durch eine besondere Ummantelung liege die Immission „deutlich unter den für ein Wohngebiet festgelegten Grenzwerten“, hieß es vergangenes Jahr in einer Sitzung des Bauausschusses.

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Umspannwerke sind „Scharniere“ für die Stromversorgung

Was genau passiert eigentlich in einem Umspannwerk? „Sie sind Scharniere, die das Stromnetz mit seinen unterschiedlichen Spannungsebenen verbinden“, erläutert Bayernwerke-Sprecher Bartels. Über lange Strecken werde Strom in der Hochspannung mit 110 Kilovolt überregional verteilt. Umspannwerke wie das an der Sudetenstraße würden dafür sorgen, dass dieser in Mittelspannung (mit 20 Kilovolt) umgewandelt wird, die für die regionale Verteilung geeignet ist. Vom Umspannwerk aus werde der Strom in kleinere Trafostationen geleitet, die den Strom nochmals umwandeln – nämlich von der Mittelspannung auf die niedrigere Niederspannungsebene. So komme der Strom dann beim Verbraucher aus der Steckdose.

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Das Umspannwerk ist nicht vor Ort besetzt. „Es wird fernüberwacht und Schaltungen erfolgen in der Regel ferngesteuert“, erklärt Bartels. Derzeit sorgen zwei Netztransformatoren mit einer Leistung von 40 Megavoltampere für die Umwandlung der jeweiligen „Eingangswechselspannung“, also dem zugeführten Strom, in die „Ausgangswechselspannung“, also den Strom, der zurück ins Netz gegeben wird. Nach dem Umbau soll es in Waldram drei Netztransformatoren geben. Bartels rechnet damit, dass die Erneuerung im zweiten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen wird.  dst

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