Vorsitzende Melanie Tobian (re.) und die Schauspieler der Loisachtaler Bauernbühne
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Lange Gesichter: Vorsitzende Melanie Tobian (re.) und die Schauspieler der Loisachtaler Bauernbühne bedauern ihre Flussfestival-Absage.

Corona-Auflagen machen es unmöglich

Bauernbühne sagt Auftritt beim Flussfestival ab

  • vonPeter Herrmann
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Auf das Jennerwein-Stück der Loisachtaler Bauernbühne haben sich viele Flussfestivalbesucher gefreut. Doch daraus wird nichts - wegen Corona.

Wolfratshausen – Es sollte einer der Höhepunkte des Flussfestivals werden. Doch nun musste die Loisachtaler Bauernbühne (LBB) ihre spektakuläre Aufbereitung der Geschehnisse um die oberbayerische Wilderer-Legende Georg Jennerwein kurzfristig absagen. Grund sind die strengen Corona-Auflagen in der Zelt-Bühne.

„In dem Stück spielen 17 Personen mit, da sind die Abstände kaum einzuhalten“, erklärt LBB-Vorsitzende Melanie Tobian auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Option, in der Kürze der Zeit ein anderes Stück mit weniger Personal einzustudieren, ließe sich nicht mehr realisieren. Denn die Loisachtaler Bauernbühne gilt als Laientheater. „Das heißt: Die Schauspieler sind keine Profis, sondern Privatpersonen aus verschiedenen Haushalten und müssen auf Kontaktbeschränkungen achten“, gibt Tobian zu bedenken. Die Auftritte auf der Flussfestival-Bühne waren schon für den 23. und 24. Juli vorgesehen. Es bliebe also nur eine Probezeit von sieben Wochen. Zum Vergleich: Die aufwendige Aufführung des letzten LBB-Flussfestival-Stücks vom „Brandner Kaspar“ im Jahr 2017 beanspruchte eine etwa halbjährige Vorbereitung.

Die dritte Absage innerhalb von 15 Monaten

„Bevor wir etwas Halbschariges machen, lassen wir es lieber ganz sein“, stellt Tobian klar. Da das Programm des Flussfestivals schon vor einem Jahr zusammengestellt wurde, ließ sich damals die Pandemie-Entwicklung noch nicht absehen. Deshalb habe die Loisachtaler Bauernbühne zunächst zugesagt. „Wir haben uns so gefreut, wieder auf dieser Bühne zu spielen, aber diesmal geht’s leider nicht“, bedauert Tobian nach Rücksprache mit dem Landratsamt.

Für die Loisachtaler Bauernbühne ist es die dritte coronabedingte Absage innerhalb von 15 Monaten. Nach dem Herbststück fiel auch das Starkbierfest-Derblecken der Pandemie zum Opfer. „Für uns gehen damit auch wichtige Einnahmen verloren“, sagt die LBB-Vorsitzende. So müsse beispielsweise die Miete für den Probekeller an der Sauerlacher Straße gestemmt werden. Tobian hofft nun, dass wenigstens das Herbststück „Ma konns oafach koam recht macha“ unter regulären Bedingungen aufgeführt werden kann.

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Marlene Schretzenmaier, Leiterin des städtischen Kulturamts, hat sich nach der LBB-Absage derweil schon um Ersatz bemüht. So wird aller Voraussicht nach am Freitag, 23. Juli, das Ensemble der Münchner Iberl-Bühne beim Flussfestival auftreten. Am darauffolgenden Samstag, 24. Juli, könnte der aus dem Bayerischen Fernsehen bekannte Komiker Günter Grünwald in die Bresche springen. „Es gibt nur noch wenige Vorverkaufsregelungen abzuklären“, so Schretzenmaier.

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