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Schüler demonstrieren jeden Freitag für den Klimaschutz - hier in London.

Gastkommentar

Warum die Kirche auch „Fridays for Future“ hat

„Fridays for Future“ - Schulschwänzer oder Weltverbesserer? Der Wolfratshauser Dekan hat eine klare Meinung - und ein Beispiel aus der Kirche.

Gerhard BehamKatholischer Dekan in Wolfratshausen

Wolfratshausen - Die „Fridays for Future“-Bewegung ist umstritten in der öffentlichen Meinung: Schülerinnen und Schüler gehen freitags auf die Straße, demonstrieren für mehr Klimaschutz und schwänzen dafür den Unterricht, weil die Politiker weltweit zu keinen Entscheidungen finden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

„Ich bin hier, weil ich unsere Erde retten will“, hatte die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg bei einer Demo in Hamburg gesagt. Das Mädchen gilt als Symbolfigur der Protestbewegung, die durch den Schulstreik provozierend fragt: Wieso sollen wir für eine Zukunft lernen, die es gar nicht geben wird? – Die Bewegung macht deutlich, dass unsere Natur langsam aber sicher „zum Teufel geht“, wenn unser Lebens- und Verantwortungshorizont nicht größer ist als nur das eigene, augenblickliche Wohlbefinden im Blick zu haben.

Die Kirche kennt in der Fastenzeit auch eine, wenn auch leise, „Fridays for Future“-Bewegung: Es sind die Kreuzwegandachten, die an den Freitagen vor Ostern gebetet werden. Wenn sie im Freien stattfinden, gehen Christen symbolisch Schritt für Schritt den Leidensweg Jesu in dazu bildhaft dargestellten Kreuzwegstationen. Und wir Menschen entdecken, wie sich darin auch unser eigenes Leid widerspiegelt.

An diesem Sonntag, am Palmsonntag, verdichten sich diese Erfahrungen sozusagen in einer größeren „Demo“: der Palmprozession. Was zunächst als freudiger Einzug Jesu in Jerusalem beginnt, mündet sodann in seinen Schicksalsweg auf den Karfreitag zu. Im Glauben an Ostern aber wissen wir, dass dieser letzte Gang Jesu zum Kreuz an diesem Tag zu einer verborgenen „Friday for future“-Bewegung wird, in der wir Menschen Jesus durch seinen Tod hindurch in eine göttliche Zukunft folgen dürfen.

Im Englischen heißt der Karfreitag deshalb „Good Friday“. Denn wir feiern ihn jedes Jahr in der österlichen Zuversicht, dass Jesus in seinem Sterben den Tod bereits besiegt hat. Unsere ewige Zukunft beginnt schon jetzt. Gott wird einmal alles good/gut machen, was wir Menschen erlitten, versäumt und verschuldet haben. So können wir Jesus Christus als unserem Erlöser nahekommen, wenn wir uns in der jetzt beginnenden Karwoche in seine „Good Friday for Future“-Bewegung mitnehmen lassen. Wir tun es im Bewusstsein: Wir sind durch Tod und Auferstehung Jesu bereits gerettet! Wir könnten uns und diese Welt am Ende gar nicht selber retten!

Aber Gott will und braucht uns als verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an seiner Schöpfung, die dem Leben auf vielfältige Weise dienen. Feiern wir darum in diesen Tagen unsere „ewige Zukunft“, und empfangen wir daraus die Kraft, uns für eine bessere Zukunft schon heute zu engagieren.

VON GERHARD BEHAM
Katholischer Dekan in Wolfratshausen

Lesen Sie auch: Was der Geretsrieder SPD-Ortsverein von „Fridays for Future“ hält

Und: Fridays for Future: Tölzer Aktivisten zu Gast bei Geretsrieder Grünen

Unser Gastkommentar vergangenen Sonntag: Wie ein evangelischer Pfarrer den Brexit sieht

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