Grundrente
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Der Mehrheit der Wolfratshauser Rentner geht es gut.

Bericht der Seniorenreferentin

Deshalb lebt es sich für Senioren gut in Wolfratshausen

Zwei Altersheime, ein vielfältiges Sport-und Kulturangebot und großes bürgerschaftliches Engagement: Laut Seniorenreferentin Roswitha Beyer lebt es sich für die Mehrheit der Rentner gut in der Flößerstadt.

Wolfratshausen – 20 Prozent der Wolfratshauser sind über 65 Jahre alt, fast sieben Prozent über 80. „Die große Mehrheit der Senioren lebt gut in Wolfratshausen“, stellte Seniorenreferentin Roswitha Beyer in ihrem Bericht am Dienstag vor ihren Stadtratskollegen fest. Dies gelte vor allem für die Rentner, bei denen „noch genügend Geld für den Lebensunterhalt vorhanden ist“. Die Nahversorgung sowie die Verfügbarkeit von Ärzten und Apotheken in der Loisachstadt bezeichnete Beyer als gut.

Zwei Seniorenheime gibt es in der Stadt. Der ASB-Seniorenwohnpark am Moosbauerweg bietet 144 Pflegeplätze und 31 Wohnungen. Im AWO-Demenz-Zentrum haben 68 Bewohner Platz. Betreutes Wohnen ist im „Stadtgarten“ am Moosbauerweg möglich – hier gibt es 24 Wohnungen. Das Problem: „Es gibt zu wenige Wohnungen in einem Preissegment, das sich das Pflegepersonal leisten kann“, sagte Beyer. Auf das Problem werde sie von den Mitarbeitern der Seniorenheime immer wieder angesprochen.

Roswitha Beyer ist Seniorenreferentin des Stadtrats.

Als „Hoffnungsschimmer“ bezeichnete die SPD-Stadträtin in diesem Zusammenhang die 52 Wohnungen, die auf der sogenannten Coop-Wiese in Waldram gebaut werden. Auch ein Projekt an der Sauerlacher Straße begrüßte die Referentin. Auf dem Kraft-Areal neben dem Bahnhofsgelände sollen nicht nur günstige Wohnungen – auch für Senioren –, sondern auch ein Vollsortimenter entstehen. „Der wird den Bedarf an Lebensmitteln der Bewohner der Bahnhofstraße, Winibaldstraße, Tiroler Straße und Gartenstraße abdecken“, lobte Beyer die Planung. Damit werde eine Lücke in der Nahversorgung geschlossen.

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In sportlicher und kultureller Hinsicht gibt es aus Beyers Sicht keine Lücken. „Wir haben ein vielfältiges Angebot“, sagte sie. Das sei auf ein „großes bürgerschaftliches Engagement für und von Senioren“ zurückzuführen. Vereine wie die Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger, der Sozialkreis Waldram, die Arbeiterwohlfahrt, die Kolpingfamilie, die kirchlichen Gemeinden und die Wohlfahrtsverbände „bieten den Senioren nicht nur eine gesellschaftliche Teilhabe, sie ermöglichen oft auch ein Verbleiben im häuslichen Umfeld“. Zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen, die zuhause betreut werden, „werden von Familienmitgliedern gepflegt“.

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Bereits seit geraumer Zeit möchte Beyer eine Seniorenvertretung in Wolfratshausen installieren. Ihr schwebt ein „beratendes Gremium“ vor, das dem Stadtrat bei seniorenspezifischen Themen zuarbeitet. Bislang scheiterte das Vorhaben an Problemen bei der Aufstellung einer Satzung. Aber, so die Referentin: „Ich bin optimistisch, dass wir mit der Verwaltung eine Lösung finden.“

dst

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