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Das Rathauscafé steht seit Monaten leer. Voraussichtlich im Januar soll im Stadtrat die Entscheidung fallen, wer das Lokal übernimmt. Drei Bewerber stehen zur Auswahl. 

Gastro-Szene Wolfratshausen

Rathauscafé soll wiedereröffnen: Drei Bewerber - einer davon ist stadtbekannt

Eine Ende des Leerstands im Rathauscafé ist in Sicht. Von acht Bewerbern hat die Stadt drei ausgewählt. Einer davon ist eine Frau, die bereits einen Laden in Wolfratshausen hat.

Wolfratshausen Seit Monaten steht das Rathauscafé leer. Das soll sich – da herrscht im Stadtrat Einigkeit – schleunigst ändern. Inzwischen hat das Gremium eine Vorauswahl getroffen, welche Gastronomen für die prominente Immobilie in Frage kommen. Zwischen drei Bewerbern soll im Januar eine Entscheidung getroffen werden. Eine Bewerberin ist Rita Schmid, Betreiberin des „Kaffee Ratscherl“ an der Königsdorfer Straße.

Seit Mai hängt am Rathauscafé ein „Geschlossen“-Schild. Damals sperrte die Konditorin Rita Streicher das Café, das sie seit 2015 geführt hatte, endgültig. Vorausgegangen war ein Hin und Her. Streicher wollte das Geschäft an einen österreichischen Gastronom übergeben. Der aber erhielt vom Landratsamt keine Konzession. Streicher übernahm das Geschäft daraufhin noch einmal als Angestellte des Österreichers. Im Rechtsstreit mit der Stadt entschied schließlich das Landgericht München, dass der Gastronom die Immobilie räumen muss – wegen ausstehender Mietzahlungen in Höhe von 12 000 Euro.

Das alles ist nun Geschichte. Der Bürgermeister möchte nach vorne blicken. „Es sind acht Bewerbungen im Rathaus eingegangen“, sagt Klaus Heilinglechner auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Stadtrat hat sich in einer Vorauswahl auf drei Gastronomen verständigt, die noch im Rennen für den Pachtvertrag für das beliebte Café im Rathaus-Innenhof sind. „Teilweise sind das externe, teilweise Wolfratshauser Unternehmer“, sagt Heilinglechner. Namen nennt er nicht.

Vor der Wiedereröffnung „werden wir einiges im Café machen müssen“, sagt der Bürgermeister. „Seit 25 Jahren“ habe die Kommune keine baulichen Maßnahmen vorgenommen. Auch in den vergangenen Monaten, in denen das Café leer stand, konnte die Stadt „wegen des Verfahrens und des laufenden Mietvertrags“ nicht tätig werden. Der Stadtrat wird die Entscheidung „vermutlich im Januar“ in nicht öffentlicher Sitzung treffen.

Eine Bewerberin, die sich Hoffnungen macht, den Zuschlag zu bekommen, ist Rita Schmid. Die Pächterin des „Kaffee Ratscherl“ an der Königsdorfer Straße bestätigt, dass sie sich für das Rathauscafé beworben hat. Die Gastronomin führt ihr kleines Café mit 25 Sitzplätzen seit sieben Jahren – mit Erfolg: „Die aktuellen Räumlichkeiten sind uns zu klein geworden.“ Sollte sie den Zuschlag bekommen, möchte die 67-Jährige an ihrem bewährten Konzept festhalten. Deshalb hat sich die Hauswirtschaftlerin nicht nur mit ihrer Tochter Hedwig, mit der sie das „Kaffee Ratscherl führt, beworben, sondern auch mit der Konditorin Barbara Schramm-Kastl, die Pralinen in ihrer „Busserl Manufaktur“ herstellt.

In den kommenden Tagen möchte Schmid der Stadt eine detaillierte Vorstellung ihrer Pläne übergeben „und dann abwarten, ob wir den Zuschlag bekommen“. Den Mietvertrag für das „Ratscherl“ an der Königsdorfer Straße wird sie in jedem Fall kündigen. „Unsere Kundschaft ist so groß geworden, dass das hier einfach nicht mehr geht.“ 

Dominik Stallein

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Neueröffnungen, Schließungen, Pächterwechsel: Die Gastronomie-Szene in der Loisachstadt verändert sich. Ein Rundgang durch die Wolfratshauser Altstadt.

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