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Ortssprecher der Grünen: Justyna Czajka und Dr. Hans Schmidt.

Politik

Europawahl und Kommunalwahl: Grüne rüsten sich für Wahlkampf

Soziale Gerechtigkeit und eine Verkehrswende: So lauteten die Schwerpunkte beim Treffen des Ortsverbandes der Grünen. 14 Besucher kamen dazu an besagtem Abend ins Wirtshaus Flößerei. Für die anstehende Europawahl plant der Verband eine Menge Veranstaltungen. 

Wolfratshausen – „Das verhältnismäßig zahlreiche Erscheinen interpretiere ich als Interesse der Bürger an den bevorstehenden Wahlen.“ So begrüßte Justyna Czajka, Sprecherin des Wolfratshauser Ortsverbands der Grünen, die 14 Besucher im Wirtshaus Flößerei. Schwerpunkte des Treffens waren die Europawahl 2019 und die Kommunalwahlen 2020.

Schwerpunkte des Treffens: Europawahl und Kommunalwahl

Zur Europawahl planen die Grünen eine Reihe von Veranstaltungen. Erste Priorität habe es, die Menschen zum Wählen zu bewegen, so Czajka, die zweite, ihr Kreuz bei den Grünen zu machen. Co-Sprecher und Stadtrat Dr. Hans Schmidt stellte die Kernthemen des Europawahl-Programms vor: „Artenvielfalt fördern, eine CO2-Steuer einführen, die Demokratie verteidigen und Frauenrechte unterstützen, die Digitalisierung vorantreiben und auf die Menschenrechte bestehen. Und zwar für alle, die zu uns kommen.“

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Der Ortsverband hat für den 20. Mai das Bundestagsmitglied Uwe Kekeritz und den Landtagsabgeordneten Hans Urban aus Eurasburg eingeladen. „Wie wäre es mit einem Straßenfest mit verschiedenen europäischen Speisen?“, kam die Frage aus den Besucherreihen. „Ein großer organisatorischer Aufwand“, lautete die Antwort des Ortsverbands, aber die Sprecher machten sich fleißig Notizen.

In der Kommunalpolitik planen die Grünen die Vorstellung eines „Wirtschaftsmodells mit Zukunft“. Die sogenannte Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als alternatives Wirtschaftssystem innerhalb der Marktwirtschaft. Statt finanziellen Gewinns ist der Beitrag zum Gemeinwohl Ziel des unternehmerischen Erfolgs. Die „Matrix“ stützt sich auf fünf Pfeiler: Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie demokratische Mitbestimmung und Transparenz. Schmidt: „Damit möchten wir im Stadtrat einen Denkanstoß schaffen und im Herbst eine Kommune einladen, die mit dem Modell schon Erfahrungen gesammelt hat.“

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Zudem haben die Grünen Themen zusammengetragen, die die Bürger ihrer Meinung nach interessieren. Die Verkehrswende hin zur Radstadt sowie der soziale Wohnungsbau über die Städtische Wohnungsbaugesellschaft. „Wir wollen keine sozialen Ghettos, auch Alleinerziehende und Rentner sollen sich die Wohnungen in Wolfratshausen leisten können“, so Schmidt. Viel Wert lege der Ortsverband auf eine „gemütliche Stadt“. Das heißt: „Wir brauchen keine Surfwelle und wollen keine Leuchtturmprojekte.“ Ziel sei es, den Menschen alles zur Verfügung zu stellen, was sie wirklich brauchen.

Ortsverband legt Wert auf eine „gemütliche Stadt“

Stadträtin Anette Heinloth wies darauf hin, dass man kein Parteimitglied sein muss, um auf die Liste der Grünen zu kommen: „Unser Ziel ist ein breit gefächerter Stadtrat. Männer, Frauen, jung, alt.“

lm

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