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Reich an Ausdruck und Klang: Das Konzert der Musikschüler begeisterte die Zuhörer. 

Begeisterte Zuhörer

Frühjahrskonzert der Musikschule: Ein Erlebnis für alle

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Ein außergewöhnliches Programm präsentierten die Wolfratshauser Musikschüler bei ihrem Frühjahrskonzert. Kein Sitzplatz blieb frei. Der Abend endete mit einem krönenden Finalstück.  

Wolfratshausen– Wenn Kinder musizieren, freuen sich besonders die Eltern und Großeltern. Demzufolge war kein Platz frei beim großen Frühjahrskonzert der Wolfratshauser Musikschule in der Kirche St. Josef in Waldram. Väter filmten, Mütter strahlten und ihre Schützlinge gaben ihr Bestes. Einmal mehr konnte die städtische Musikschule beweisen, welch hervorragende Arbeit sie leistet. Kompliment an das Jugendorchester unter Leitung von Josef Vorbuchner und Applaus für ein wie immer außergewöhnliches Vokalprogramm des Chors von Yoshihisa Kinoshita.

Letzterer, so verriet Musikschulleiter Manfred Heller, bereitet sich gerade auf einen Wettbewerb vor. Die Mitglieder des Jugendorchesters indes hätten sich verjüngt. „Wissen Sie, das ist wie in der Nationalmannschaft, da muss auch mal der Nachwuchs ran und Verantwortung übernehmen.“ Es hat aber auch etwas Rührendes an sich, Kinder im Grundschulalter dabei zuzusehen, wie sie hoch konzentriert den Bogen über die Geigen, Celli und Bratschen führen.

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Das reine Saiten-Orchester präsentierte an diesem Abend eine Mischung aus alten und zeitgenössischen Stücken. Nach der Ouvertüre in A-Dur von Georg Philipp Telemann erklang die bekannte Melodie von „Peter und der Wolf“. Wer kennt dieses symphonische Märchen nicht, in dem die Musik die Tiersprache imitiert? In den „Rumänischen Bildern“ von Claude Henry Joubert kam es dann auf die Charakteristik der Klänge an: leiser Sonnenaufgang, schwungvoller Bärentanz, sinnliche Kirchenszene und ein fröhliches Klangfest zum Abschluss.

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„Canzone“, ein Stück für zwei Quartette von Giovanni Gabrieli aus der frühen Neuzeit des 16. Jahrhunderts, leitete zum gut 40-köpfigen Chor der Stufe IIIb über. Der ist durchaus wettbewerbsfähig, sogar favoritenwürdig – das darf man nach den zehn Lieder bestätigen. Die glockenklaren Stimmen von Solisten, Duos und kleineren Gruppierungen klingelten im Ohr. Sie waren reich an Ausdruck, Klang, Mehrstimmigkeit und Rhythmus.

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Kinoshita hatte wieder einmal das richtige Händchen für die Liedauswahl. Zum Beispiel das krönende Finalstück, das rhythmusgewaltiges und mehrstimmiges Lied „Baba Yetu“, während dem sich zu den gut 40 jungen Sänger und Sängerinnen ein Teil vom Jugendorchester hinzugesellte und ein Musikerfreund des Chorleiters am Kajon begleitete. Die vielen musikbegeisterten Kinder machten diesen Abend zu einem Erlebnis – nicht nur für Mamas, Papas, Opas und Omas. 

 ANDREA WEBER

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