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Stimmungsvoller Auftakt zur 15-Jahr-Feier: Der Partnerschaftsverein Iruma-Wolfratshausen versammelte sich erst im Japanischen Garten und zog später zur Burgschenke weiter. 

Feier mit Lampions, Lichtkunst und Lobeshymnen

15 Jahre Iruma-Verein: Wie alles begann 

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Vor 15 Jahren hat sich der  „Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen“ gegründet. Gefeiert wurde mit Lampions, Lichtkunst und Lobeshymnen.

Wolfratshausen – Am 28. Oktober 2004 gründeten der damalige Bürgermeister Reiner Berchtold sowie Helmut Forster, Dietlind Diepen, Christine Löffler und Gabi Jochums den „Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen“. Erwin Poloczek übernahm damals den Vorsitz des mittlerweile von Ludwig Gollwitzer geleiteten Vereins. Nun trafen sich die Mitglieder im von Lampions hell erleuchteten „Japanischen Garten“ am Loisachufer, um das 15-jährige Bestehen zu feiern.

Bevor die rund 30 Festgäste – unter ihnen Kulturreferent Alfred Fraas, der ehemalige Kulturamtschef Peter Struzyna und einige Stadträte – zu einer gemeinsamen Brotzeit in die nahe gelegene Burgschenke aufbrachen, rief Gollwitzer zum Innehalten auf. „Besinnen wir uns und genießen wir erst einmal die tolle Atmosphäre im Japanischen Garten“, erklärte er.

Die 2003 eröffnete Grünanlage war ein Geschenk Irumas anlässlich des 1000-jährigen Bestehens Wolfratshausens und letztlich auch Antrieb für die ein Jahr später folgende Gründung des Iruma-Partnerschaftsvereins. Gollwitzer dankte dem Lichtkünstler Gregrory Prade, der dort anlässlich der Kunstmeile rund 100 Lampions installierte. Die Zweite Vorsitzende Dietlind Diepen hofft, dass einige davon noch bis zum Jahresende im „Yoku Nihon Teien“ hängen bleiben. „Durch diese Installationen wird der Garten sichtbarer: Sie könnten auch zu Anlässen wie der Iloga-Messe oder dem Bürgerfest wieder leuchten“, erklärte sie. Entsprechende Gespräche mit der Stadtverwaltung und Bürgermeister Klaus Heilinglechner will Diepen demnächst führen.

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Darüber hinaus investiert der Verein nach wie vor viel Zeit in die Pflege des Gartens. „Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Gartenhelfer konnte die Stadt Kosten in Höhe von rund 90 000 Euro einsparen“, rechnete Diepen vor. Zudem engagieren sich die Mitglieder im Schüler- und Jugendaustausch sowie auf sportlicher und kultureller Ebene. „Der Verein kann sich als stolzes Bindeglied zwischen Stadt und Bürgern betrachten“, lobte Gollwitzer die Aktivitäten.

In seiner Festrede erinnerte der Vorsitzende noch einmal kurz an die Geschichte der deutsch-japanischen Städtepartnerschaft. 1981 gastierte das Orchester der Musashino-Musik-Akademie Tokyo mit Sitz in Iruma in der Loisachhalle. Unter der Leitung des Wolfratshauser Kulturpreisträgers Professor Josef Zilch aus Neufahrn war dieses Konzert nicht nur ein großer Publikumserfolg. Es wurden auch die ersten „zögerlichen Annäherungsversuche“ zwischen den Teilnehmern und der einheimischen Bevölkerung unternommen. Zur Unterzeichnung eines „Schwesterstadtvertrags“ kam es 1987. „Obwohl die Loisachstadt anfangs belächelt wurde wegen ihrer Städtepartnerschaft in 11 000 Kilometern Entfernung, hat sich im Laufe der Jahre doch gezeigt, dass es eine richtige Entscheidung war“, erklärte Gollwitzer.

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Anlässlich des 15-jährigen Vereinsbestehens überreichte Kulturreferent Alfred Fraas nicht nur einen Blumenstrauß und edle Pralinen an das Vorstandsduo Diepen und Gollwitzer. Er verfasste auch ein sogenanntes Tanka – eine alte reimlose japanische Gedichtform, die er als Lobeshymne vortrug. Ehrengast und Gründungsmitglied Peter Struzyna zeigte sich ebenfalls beeindruckt und blickte etwas wehmütig auf seine Vereinszeit zurück. „Es hat mit sehr viel Spaß gemacht, für die Förderung der Partnerschaft zu arbeiten“, sagte er.

ph

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