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Will das „Wolfratshauser Modell“ weiter optimieren: Fritz Meixner, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins, legte dem Fachausschuss des Stadtrats am Dienstagabend seinen Jahresbericht vor. 

214 Mitglieder und 81 Mitarbeiter

Kinder- und Jugendförderverein verzeichnet größtes Wachstum in der Geschichte

Der Wolfratshauser Kinder- und Jugendförderverein hat seine Aufgaben erweitert. Das bedeutet Wachstum, aber auch ein enormes Aufgabenspektrum.

Wolfratshausen – „2018 geht als das Jahr mit dem größten Innovationsschub und Wachstum in die Vereinsgeschichte ein“: Das sagte Fritz Meixner, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins (KJFV) am Dienstagabend im  Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales des Stadtrats. Zusammen mit Susanne Scheck legte er den Jahresbericht für 2018 vor.

Der KJFV-Geschäftsführer verwies vor allem auf die Erweiterung des Integrativen Kinderhorts in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße auf 90 Plätze, die Übernahme der Trägerschaft für die neue Offene Ganztagsschule an der Isar-Loisach-Realschule sowie die Neuschaffung von zwei halben Stellen im Bereich der Jugendsozialarbeit an den Grundschulen am Hammerschmiedweg und in Waldram. Hinzu kamen der Ausbau der Skateranlage in Waldram, die Erweiterung der Ferienangebote, die Beteiligung an der U 18-Wahl, die Durchführung des zweiten Jugendforums sowie die langfristige Sicherung des Familienpaten-Projektes in Wolfratshausen und in den vier Gemeinden Egling, Icking, Münsing und Eurasburg.

Um dieses enorme Aufgabenspektrum zu stemmen, bedarf es laut Meixner eines breit aufgestellten und gut ausgebildeten Personals. Seit September 2018 sind bei dem 214 Mitglieder zählenden Verein insgesamt 81 Mitarbeiter auf insgesamt 31,38 Planstellen beschäftigt. Davon befinden sich vier Mitarbeiterinnen in Elternzeit. Sechs Jugendliche absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr, drei Frauen und Männer machen im KJFV die Ausbildung zum Erzieher beziehungsweise zur Erzieherin. „Darüber hinaus sind zehn Praktikanten ohne Entgelt in den Einrichtungen des Kinder- und Jugendfördervereins punktuell beschäftigt“, ergänzte Meixner. Er lobte die 30 ehrenamtlichen Familienpaten, die im vorigen Jahr 19 Familien mit 45 Kindern unterstützten. Besonders stolz ist der Geschäftsführer auf die Erstellung der neuen Website www.jugend-wolfratshausen.de. „Die ist uns gut gelungen: Sie bietet ein Überblick zu unseren vielfältigen Einrichtungen und Angeboten“, betonte der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion.

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Susanne Scheck gab den Ausschussmitgliedern einen Einblick in ihre Tätigkeit als Jugendsozialarbeiterin an der Waldramer Grundschule. Dabei komme es vor allem auf Flexibilität an. „Ich weiß in der Früh noch nicht, wie mein Tag an der Schule aussieht.“ Scheck will Ansprechpartnerin für Kinder und Eltern sein. Dabei ist sie nach eigenen Worten sowohl auf dem Pausenhof als auch in den Klassen präsent. Bewährt habe sich die Bildung eines Klassenrats, in dem Schüler lernen, Probleme untereinander zu regeln.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich begeistert vom Engagement des Vereins. „Ich bin überwältigt von der Vielzahl der Aufgaben und Angebote“, sagte Renate Tilke (CSU). Dass diese Rundumversorgung die nächsten Jahre dauerhaft gewährleistet werden kann, wagte Walter Daffner (Bürgervereinigung) zu bezweifeln. Er verwies auf die sich stetig verschärfende Raumnot in den verschiedenen Einrichtungen. „Wir müssen aufpassen, dass wir irgendwann vielleicht einmal nicht mehr alles anbieten können.“

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Annette Heinloth (Grüne) lobte die Angebote als „schöne Ergänzungen zum Schulalltag, die von den Kindern gerne angenommen werden“. Die Präventionsarbeit des Vereins erspare die Kosten für eine teure Heimunterbringung vernachlässigter Kinder.

Roswitha Beyer (SPD) wollte wissen, ob das Thema „Mobbing“ an Schulen aktuell sei. Sowohl Scheck als auch Meixner verneinten dies, sehen aber gerade im Umgang mit den sozialen Medien Gefahrenpotenziale. Dies ist laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) aber ein Problem, das insgesamt auf die Gesellschaft in verstärktem Maße zukommen wird.

ph

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